Um dein Unternehmen und deine Marke erfolgreich aufzubauen, ist es äußerst wichtig, deinem Webdesign Beachtung zu schenken. Es gibt mittlerweile knapp 1,7 Milliarden Webseiten und somit sehr viele verschiedene Website-Typen, die man studieren kann, aber auch sehr viel Verwirrung darüber, welche Art und welches Design nun für dich am besten funktionieren.

illustration of man surrounded by floating websites
Illustration von OrangeCrush

Als Designer oder Inhaber eines kleinen Unternehmens solltest du dich mit all den verschiedenen Website-Typen auskennen, damit du entscheiden kannst, welche du brauchst. Dir anzuschauen, wofür sich deine Mitbewerber entscheiden, und zu testen, ermöglicht es dir, das perfekte Format für jede Marke und deren Kunden zu kreieren.

Hier sind die 8 verschiedenen Website-Typen:

1. Homepages

Der wohl bekannteste Website-Typ ist die Homepage. Die Homepage ist der Dreh- und Angelpunkt deiner Seite und fungiert als Gesicht einer Marke.

Deine Homepage hilft Seitenbesuchern, zu verschiedenen Bereichen der Seite zu kommen, und kann zudem als Conversion Funnel dienen. Da die meisten Leute über deine Homepage zu dir kommen, ist das Design dieser am wichtigsten.

Eine Homepage kann viele verschiedene Formen annehmen. Während des Designens ist es jedoch wichtig, den Zweck der Homepage als Hauptnavigation für Seitenbesucher im Hinterkopf zu behalten. Mache auf der Homepage deutlich, was dein Unternehmen tut, und teile dein Wertversprechen auf direktem Wege mit. Lege die Hierarchie der Seite und ihre Navigationsstruktur auf der Homepage fest. Nutze die Farbpalette deiner Marke, ihr Logo und Bilder, die für das Unternehmen besonders aussagekräftig sind. Die Homepage gibt den Ton für das Image des Unternehmens an und baut die Brücke zu den Besuchern, daher sollte sie durch Bilder und Worte eine Geschichte darüber erzählen, wer du wirklich bist.

Matcha Kari homepage website
Via Matcha Kari

Matcha Kari ist ein hervorragendes Beispiel für diese Art von Homepages. Achte auf die Navigation oben auf der Seite, welche darauf hinweist, was man auf der Seite findet. Da die Seite als Beginn des Conversion Funnels dient, können Besucher einen Coupon erhalten, sich für den Newsletter anmelden oder ein Video über ihre Produkte ansehen.

2. Magazin-Webseiten

Eine Magazin-Website enthält Artikel, Fotos und Videos, die informativ und lehrreich sind. In den letzten 20 Jahren ist die Zeitschriftenbranche von einer reinen Printplattform zu einem größtenteils digitalen Format geworden. Magazin-Webseiten funktionieren gut für informative Webseiten, besonders für Veröffentlichungen von Universitäten und Organisationen.

Wenn du an diese Art von Website-Typ denkst, solltest du damit beginnen, einen grundlegenden Rahmen aufzubauen. Die Nutzer sollten ein ähnliches Layout sehen, egal an welchem Tag sie auf deiner Homepage landen und jeder Artikel und die Navigation müssen dasselbe Layout haben. Achte darauf, wie sich das gesamte Design an verschiedene Bildschirmgrößen anpasst, um sicherzustellen, dass dein Content sowohl auf dem Desktop als auch Smartphones gut lesbar ist.

Urban Omnibus magazine website
Via Urban Omnibus

Urban Omnibus ist ein Onlinemagazin mit einem recht traditionellen Magazin-Layout. Das Motiv ihrer aktuellen Ausgabe wird durch ein Hero Image und eine Box, in der beschrieben ist, was im Leitartikel steht, hervorgehoben. Unter dem Leitartikel befindet sich ein Gitterlayout mit jeder Rubrik im Magazin, zusammen mit einem Bild, der Überschrift und einer kurzen Beschreibung dessen, was die Leser im jeweiligen Artikel finden werden.

3. E-Commerce-Webseiten

Auf einer E-Commerce-Website können Nutzer Produkte kaufen oder Dienste deines Unternehmens in Anspruch nehmen.

Eine solide E-Commerce-Seite macht es Nutzern leicht, Produkte zu durchstöbern, nach Kategorien zu filtern, bestimmte Angebote wahrzunehmen und Käufe zu tätigen. Ein einfacher Einstieg besteht darin, eine E-Commerce-Plattform wie Shopify oder Squarespace zu nutzen. Dein Team kann den Warenbestand online problemlos aktualisieren und neue Produkte auflisten. Und da das System vernetzt ist, bleiben Vertrieb, Logistik und Marketing darüber im Bilde, was gut funktioniert. E-Commerce-Plattformen bieten diverse Vorlagen, die zu den Bedürfnissen beinahe aller Unternehmen passen.

Flipkart ecommerce website
Via Flipkart

Flipkart verkauft viele verschiedene Produkte, daher werden viele Artikel auf ihrer Homepage gezeigt. Beachte, wie sie die Artikel in bestimmte Kategorien unterteilt haben, aber auch Deals des Tages auf ihrer Homepage anbieten. Jedes Bild ist professionell gemacht und zeigt das Produkt sehr deutlich. Die Beschreibungen sind zunächst nur kurz gefasst, mit weiteren Details auf der Produktseite.

4. Blogs

Ein Blog enthält regelmäßig aktualisierte Artikel, Fotos und Videos. Anfangs enthielten Blogs eher zwangloseren, persönlicheren Content im Vergleich zu Magazinen. Aber mittlerweile sind die Grenzen verschwommen und nun ist es unter großen Marken und Unternehmen sehr verbreitet, einen eigenen Blog zu haben. Zusätzlicher professioneller Content verbessert die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens oder einer Person. Blogs bieten zudem Material für Posts in den sozialen Medien und E-Mail-Kampagnen.

Ein Blog kann für kleinere Unternehmen allerdings auch schnell mühsam werden. Sorge deswegen dafür, dass du ein Team und eine Strategie hast, die deinen Content immer aktuell halten, bevor du darüber nachdenkst, einen zu starten. Tatsächlich ist es besser, keinen Blog zu haben und stattdessen ein paar Videos oder Guides anzubieten, statt einen hoffnungslos veralteten Blog.

Nourish Eats blog website
Via Nourish Eats

Nourish Eats hält es einfach und fokussiert mit dem Content auf seinem Blog. Statt einen Slider oben auf der Seite zu verwenden, integriert die Seite einen rotierenden Slider auf der rechten Seite, welcher die verschiedenen Kategorien der Seite durchgeht. Der Slider sorgt für aktuellen Content und spricht die Nutzer an. Die Nutzer können überall hin navigieren oder die Pfeile verwenden, um vor oder zurück zu gehen.

5. Portfolio-Websites

Eine Portfolio-Website bietet Kreativen einen Ort, an dem sie ihre besten Arbeiten zeigen können. Dies ist perfekt für Künstler, Autoren, Designer, Filmemacher, Tischler usw.

Wenn du ein Portfolio aufbaust, musst du nicht jedes einzelne Projekt, an dem du jemals gearbeitet hast, einfügen. Konzentriere dich stattdessen darauf, bestimmte Kategorien zu erstellen, und hebe die beste Arbeit in jeder Kategorie hervor. Eine Portfolio-Website ist von Natur aus ein bisschen kreativer, daher ist sie der perfekte Ort, um ungewöhnliche Layouts und interessante Funktionen auszuprobieren.

gautier maillard portfolio website
Via Gautier Maillard

Das Online-Portfolio des Designers Gautier Maillard ist die perfekte Mischung aus Kreativität und den besten Projektarbeiten. Während der Nutzer die Seite herunterscrollt, werden verschiedenen Bilder hervorgehoben. Klicke auf irgendein Bild und du siehst Werbekampagnen des Projekts. Wenn du mehr über den Designer erfahren willst, klicke auf den About-Button in der Navigation in der rechten, oberen Ecke und erfahre, dass er in Paris lebt, wo er studiert hat, und an welchen Projekten er gearbeitet hat. Dieses Layout und diese Strategie funktionieren, weil der Fokus auf seiner eigentlichen Arbeit liegt und es nur wenig Text gibt. Nutzer verarbeiten Bilder besser und erinnern sich leichter an sie als an reinen Text.

6. Landingpages

Eine Landingpage gehört zu den Website-Typen, die eigens für eine Marketingkampagne erstellt werden, die Besucher dazu bringt, eine bestimmte Handlung auszuführen.

Der Content auf einer Landingpage sollte begrenzt sein und auf den Call-to-Action (CTA) verweisen, den die Nutzer ausführen sollen. Arbeite mit viel Weißraum um deinen CTA herum und spare dir Elemente, die nichts mit dem Zweck dieser Kampagne zu tun haben, für andere Seiten auf.

Shopify landing page website
Via Shopify

Shopifys Landingpage für eine kostenlose Testphase bietet einfache Überschriften und Calls-to-Action, wie beispielsweise „Starte deine kostenlose Testphase“. Alle Elemente auf der Seite führen den Besucher einen bestimmten Weg entlang, damit aus ihm ein Käufer wird. Sie nutzen relevante, angesagte Bilder und verleihen der Seite einen leichten 3D-Effekt durch die Sonnenbrille in der Ecke, während sie gleichzeitig zeigen, wie eines der Layouts ihrer Shopping-Seite aussieht.

7. Social-Media-Webseiten

Es gibt ungefähr 2,77 Milliarden Menschen in den sozialen Medien auf dutzenden, verschiedenen Plattformen. Egal wer deine Zielgruppe ist, du findest sie wahrscheinlich auf Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat oder LinkedIn. Obwohl du die Plattformen selbst nicht umgestalten kannst, hast du ein Stück weit Kontrolle darüber, wie deine Seite aussieht, und kannst Content kreieren, der zum Teilen aufruft.

Strebe nach einem einheitlichen Look auf all deinen Social-Media-Seiten, damit Nutzer sofort wissen, dass deine Marke hinter der Seite steckt. Nutze dasselbe Logo und die gleichen Farben. Wähle eine bestimmte Stimme und Persönlichkeit, die in deinem gesamten Content durchkommt.

Beim Kreieren des Contents solltest du dich auf Dinge konzentrieren, die sehr wahrscheinlich in den sozialen Medien geteilt werden, wie zum Beispiel unterhaltsame Videos, Infografiken, Memes, Berichte und kostenlose Angebote.

Nutella Facebook social media website
Via Nutella on Facebook

Nutellas Facebook-Seite zeigt einen interessanten Mix aus Content, der zur Farbpalette und dem Look der Marke passt. Sie enthält Memes, die speziell für Social Media gemacht wurden, wie beispielsweise „Heute teile ich mein Nutella mit…“ Sie haben aber auch Videos und Ideen parat, wie man ihr Produkt auf ungewöhnliche Weise nutzen kann. Achte auch darauf, wie sie Social Media Buttons auf ihrer Website verwenden, damit Nutzer sie problemlos auf den verschiedenen Plattformen finden können.

8. Verzeichnis- und Kontaktseiten

Eine Verzeichnis- oder Kontaktseite ist ein Ort, an dem Nutzer mit dir oder anderen in Kontakt treten können.

Dieser Website-Typ funktioniert gut, wenn du eine Sammlung von Unternehmen oder Menschen innerhalb einer Organisation auflisten willst. Eine Restaurantsammlung beispielsweise enthält Lokale in der Umgebung, mit Speisekarten, Preisspannen, Telefonnummer und Bewertungen.

Das Wesen einer Organisation schafft eine Gelegenheit für eine Verzeichnis-Website. Eine Vereinigung örtlicher Zahnärzte einer Stadt könnte zum Beispiel jedes Mitglied auflisten, ihr Spezialgebiet und die jeweiligen Kontaktinformationen. Behalte diese Designoption für Kunden in der Hinterhand.

Manta directory website
Via Manta

Manta ist ein Unternehmensverzeichnis mit kleinen Unternehmen basierend auf ihrer Location. Die Seite bietet nicht nur die Möglichkeit, nach Stichwörtern zu suchen, sondern auch Kategorien wie Restaurants, Bauunternehmer und Ärzte zu durchsuchen. Unternehmen können dem Verzeichnis einen Eintrag hinzufügen und die Seite verdient somit ihr Geld mit Werbung.

Wähle den richtigen Website-Typ für deine Zielgruppe

Gutes Design ist weit mehr als ein ansprechender Look, sondern spricht die Nutzer an und zielt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ab, die sich die Seite ansieht. Achte darauf, was andere Unternehmen mit ihrem Webdesign gemacht haben, und finde heraus, welches Format am besten für das jeweilige Projekt funktioniert. Zu wissen, was andere mit verschiedenen Website-Typen erreicht haben, wird dir ein gutes Gefühl dafür geben, welcher Website-Typ am besten für dich funktioniert.

Ein Webdesign perfekt für deine Marke!
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