„Ich möchte ein Buch schreiben“ – das ist ein Vorsatz, der für die meisten von uns eine große Herausforderung darstellt. Ein fertiges Buch besteht nicht nur aus einem großartigen Plot, einzigartigen Charakteren und packenden Szenen. Dein Buch muss auch richtig geplant, designt, veröffentlicht und vermarktet werden. Kein Wunder, dass du dich hier vielleicht erstmal eingeschüchtert fühlst. Doch keine Sorge, Carina Leberle von neobooks erklärt, wie du Schritt für Schritt von deiner Idee zum fertigen Buch gelangst.

Die Planung vorab

Ein Buch über Haikus, Cover-Design von Meella

Jedes Buch beginnt zuerst mit einem Gedanken, der zu einer Idee heranwächst und sich dann im Laufe der Zeit zu einer ganzen Geschichte entwickelt. Damit deine Geschichte aber von deinem Kopf auf die Seite gelangt, braucht es einiges an Zeit, Disziplin und Planung. Für alle, die gerade dabei sind ein Buch zu schreiben, deshalb hier ein kleiner Tipp vorab: vielen Autoren hilft es, sich im Vorfeld einen sogenannten Veröffentlichungsplan zurecht zu legen, der ihnen einen groben Überblick verschafft und Deadlines festhält. Wann stehen wichtige Termine an? Wann fährt man in den Urlaub? Ist ein Umzug geplant? Der Plan wird dir helfen, dein Ziel im Blick zu behalten.

Mit Hilfe des Veröffentlichungsplans kannst du festlegen, wann du den Roman veröffentlichen möchtest sowie direkt erste Marketingkampagnen planen und eintakten. Außerdem hilft er dabei, die Leser rechtzeitig auf deine Neuveröffentlichung aufmerksam zu machen und verhindert, dass du unvorhergesehen innerhalb einer Woche eine komplette Vermarktungsstrategie auf die Beine stellen musst.

Das Schreiben: Jetzt geht’s ans Eingemachte

Der Schreibprozess

Mit dem Veröffentlichungsplan hast du dir bereits eine erste Struktur für deinen Schreibprozess zurecht gelegt. Aber nun geht es an die eigentliche Arbeit – dem Niederschreiben. Um ein professionelles Manuskript zu erstellen, solltest du von Anfang an mit sogenannten Normseiten arbeiten. So sparst du dir am Ende eine Menge Formatierungs-Arbeit und garantierst deinen Lesern ein gut lesbares Buch. Zur Orientierung, laut VG Wort entspricht eine Normseite circa 1500 Zeichen.

„Writing Fiction“: Buchcover-Design von ultrastjarna

Jeder Autor entwickelt beim Schreiben seine ganz eigene Herangehensweise. Ob du nun lieber mit einer Szene deiner Geschichte beginnst und dich von dort vorarbeitest oder ob du dein gesamtes Buch im Detail vorab strukturierst, bevor du mit dem Ausformulieren beginnst, hängt von deiner individuellen Präferenz ab. Arbeite, wie es für dich am besten funktioniert. Oft wirst du während des Schreibprozesses feststellen, das Kapitel oder Charaktere überarbeitet und verändert werden müssen, damit eine gute Geschichte entsteht. Lass dich von Problemen im Schreibprozess nicht verunsichern. Bleibe diszipliniert und halte dich an deinen Veröffentlichungsplan, um auf dem Weg zum fertigen Buch voranzukommen.

Schreibblockaden

Beim Schreibprozess kann es immer wieder zu Schreibblockaden kommen, während du versuchst, deine Gedanken in Worte zu verpacken. Für eine Schreibblockade kann es vielfältige Gründe geben: eine Figur hat sich in die falsche Richtung entwickelt, mit dem Plot stimmt etwas nicht oder das Setting wurde noch nicht genug ausgearbeitet. Nimm ein bisschen Abstand von deinem Text und überlege dir, was genau dich daran stört. Wenn du nichts findest, kannst du dir diese Fragen stellen:
Passen die bisherigen Handlungen zu meiner Figur? Weiß ich, was in der nächsten Szene passieren soll? Ist diese Szene zielführend und stimmig? Ist der Text an der aktuellen Stelle zu langatmig? Diese Überlegungen werden dir helfen, eine runde Geschichte zu entwickeln.

Die Überarbeitung

„Is That The Best You Can Do?“: Buchcover-Design von semnitz

Wenn die Grobfassung deines Roman feststeht, ist es an der Zeit, das Geschriebene nochmals zu überarbeiten. Versuche beim Überarbeiten, den Text mit den Augen eines Lesers zu betrachten und scheue dich nicht, Änderungen vorzunehmen, damit sich das Endprodukt stimmig und durchweg gut durchdacht liest. Hier kann es ungemein helfen, die Meinung anderer Personen einzuholen und die Ratschläge unvoreingenommener Leser zu beachten. Lasse also unbedingt deinen Text noch einmal von jemand anderem korrekturlesen, denn als Autor wird man schnell „blind“ gegenüber kleinen Fehlern im Text.

Bereit zur Veröffentlichung

Das Cover-Design

Ein Cover, das neugierig macht – Design von creativesoul31

Damit dein fertiges Buch auch von außen widerspiegelt, was der Leser erwarten kann, braucht dein fertiges Buch nur noch das passende Cover. Hier solltest du dir überlegen, was dein Cover auf den ersten Blick über dein Buch kommunizieren soll. Das Cover sollte die Stimmung, den Stil und das Genre zusammenfassen. Das Design sollte Leser neugierig machen und dazu verlocken, dein Buch in die Hand zu nehmen oder es im Ebook-Store anzuklicken. Unterschätze also nicht die Wirkung eines guten Covers als Blickfang für deine potenziellen Leser. Zur Gestaltung deines Covers hast du verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise über Cover-Generatoren, einen Design-Wettbewerb oder einen Freelance-Designer.

Self-Publishing oder Verlagsvertrag?

Geschafft – dein Roman hat endlich die letzten Korrekturschleifen hinter sich, hat ein tolles Cover und ist bereit, den Lesern präsentiert zu werden! Dann hast du als Autor nun zwei Möglichkeiten, dein Buch auf den Markt zu bringen. Entweder du entscheidest dich, dein Buch im Self-Publishing zu veröffentlichen oder du schickst das Manuskript an einen Verlag und versucht einen Verlagsvertrag zu ergattern. Beide Veröffentlichungsvarianten haben Vor- und Nachteile.

Taschenbuch oder Ebook? Buchcover-Design von Martis Lupus

Als Self-Publisher haben Autoren beispielsweise bei der Buchveröffentlichung alle Fäden selbst in der Hand. Sie bewahren sich ihre Flexibilität und Unabhängigkeit, während sie zugleich höhere Honorare erhalten. Als Verlagsautor dagegen hat man den Vorteil, mit echten Profis zusammenarbeiten zu können, sodass man hier ein professionelles Lektorat, Korrektorat und Cover bekommt. Außerdem kann man als Autor vom guten Ruf des Verlages profitieren und bekommt Unterstützung in Sachen Marketing. Doch welcher Weg ist nun der Richtige für dich und dein Buch?

Es gibt aber auch Optionen, bei denen Autoren sich nicht mehr kategorisch zwischen Self-Publishing und Verlagsveröffentlichung entscheiden müssen: Bei neobooks kannst du dein Werk selbst und völlig kostenlos veröffentlichen, dich aber gleichzeitig bei Verlagen bewerben. Ursprünglich als Scoutingplattform bei Droemer Knaur gegründet, unterstützt neobooks Autoren bei der Suche nach einem passenden Verlag. Auf neobooks scouten permanent Lektoren der Verlagspartner nach neuen Talenten und spannenden Geschichten.

neobooks Verlagspartner
Die Verlagspartner von neobooks

Als Autor kannst du bei deiner Veröffentlichung ein Exposé zu deinem Werk angeben, auf welches die Lektoren dann Zugriff haben. Finden sie dein Werk besonders spannend, nehmen die Lektoren Kontakt mit dir auf. Zusätzlich bietet neobooks dir Unterstützung durch Marketing-Aktionen und sorgt durch Kontakte zu Onlineshops dafür, dass dein Titel im Shop optimal dargestellt wird. Durch eine enge Zusammenarbeit mit epubli wird außerdem auch noch der Bereich Print-on-Demand abgedeckt.

Lasse andere dein fertiges Buch entdecken

Es könnte dein Buch sein, das im Regal steht. Cover-Design von Meella

Egal ob du dich dafür entscheidest, dein Buch auf eigene Faust, über eine Selfpublishing-Plattform oder über einen Verlag zu veröffentlichen: nun hast du dein fertiges Buch vor dir. Gratulation! Jetzt ist es an der Zeit, es unters Volk zu bringen. Positive Bewertungen auf Online-Leserplattformen, in Shops und auf Social Media, sowie Erwähnungen von Influencern und Buchbloggern, sorgen dafür, dass Leser auf dein Buch aufmerksam werden und schließlich weiterempfehlen. Und schon ist dein Buch auf dem besten Wege zum Bestseller. Also worauf wartest du noch? Bring deine Idee zu Papier – deine zukünftigen Leser werden es dir danken.

Über die Autorin:

Carina Leberle ist seit 2015 bei neobooks als Marketing Manager tätig und betreut nicht nur den neobooks-Blog und Newsletter, sondern kümmert sich auch darum, dass neobooks auf sämtlichen Buchmessen vertreten ist.