Den meisten Geschäftsleuten ist bewusst, wie wichtig visuelles Branding ist, wenn es um Marketing geht. Eine starke visuelle Marke hilft einem Unternehmen dabei, sich auf dem Markt zu positionieren, sich von der Konkurrenz abzuheben und Anerkennung zu gewinnen. Aber Branding ist nicht nur bei der Gewinnung von Kunden von großer Bedeutung, sondern auch bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern.

Computer with 99designs imagery

Wenn du auf der Suche nach neuen Talenten bist – und mal ehrlich, welches Unternehmen ist dies nicht – dann lohnt es sich, sich hierzu einmal genauer Gedanken zu machen. Im Folgenden findest du einige Tipps, die dir dabei helfen, mit einer überzeugenden, einheitlichen visuellen Brand neuen Schwung in deine Recruiting-Bemühungen zu bringen und die Aufmerksamkeit von Kandidaten auf dein Unternehmen und deine Stellenanzeigen zu lenken.

3 Wege, auf denen dir eine aussagekräftige visuelle Marke beim Recruiting hilft

1. Unterstreichung  der Legitimität des Unternehmens

Bist du jemals über ein Angebot gestolpert, das dir zu gut vorkam, um wahr zu sein? Großzügige Entlohnung, flexible Arbeitszeiten, Firmenwagen, die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten… In einer Welt, in der E-Mail- und Social Media-Betrügereien nicht selten vorkommen, sind Kandidaten heutzutage skeptisch, wenn sie ihre Jobsuche beginnen. Und wenn dein Unternehmen in irgendeiner Weise illegitim erscheint, beginnen die Alarmglocken der Kandidaten zu klingeln.

Wirf einen Blick auf die folgenden zwei Stellenanzeigen auf Glassdoor: eine mit Firmenlogo und die andere mit voreingestelltem Standardbild – welche erscheint legitimer?

Glassdoor job listings

Jobsuchende wollen keine Zeit damit verschwenden, sich auf Stellen zu bewerben, die nicht existieren oder nicht seriös sind. Wenn einem Unternehmen wichtige Eckpfeiler wie ein Logo, eine übersichtlich gestaltete Website oder eine Unternehmensbeschreibung fehlen, dann neigt ein Kandidat dazu, sich stattdessen bei anderen Unternehmen zu bewerben, die über diese Informationen verfügen. Und dies ist nicht lediglich eine anekdotenhafte Beobachtung – Glassdoor-Daten zeigen, dass Jobsuchende sich mit zweimal so hoher Wahrscheinlichkeit auf Stellenausschreibungen bewerben, die Markeninhalte des Unternehmens enthalten.

Tipps:

  • Arbeite mit einem professionellen Designer zusammen, um ein elegantes, modernes Logo zu entwerfen und stelle sicher, dass es überall dort erscheint, wo deine offenen Stellen auftauchen
  • Füge dein Logo und andere Bilder, die dein Branding enthalten, zum Glassdoor-Profil deines Unternehmens sowie auf anderen Jobbörsen hinzu
  • Sorge für ein einheitliches Erscheinungsbild auf allen Plattformen (Website des Unternehmens, soziale Medien, Jobbörsen usw.) – Einheitlichkeit bedeutet Seriosität

2. Kommunikation deiner Employer Brand

Frage mal ein Unternehmen nach der Geschichte seines Logos und man wird dir das Ohr abkauen. Unternehmen wählen nicht einfach ein Logo, weil es cool aussieht. Hinter dem kultigen Nike-Logo zum Beispiel steckt einiges an Bedeutung – der Swoosh lässt auf Geschwindigkeit und Bewegung schließen, die Checkmark-Form erinnert an Erfolg und die Richtung weist auf Aufwärtsdynamik hin. All dies definiert die Marke des Unternehmens. Gleichzeitig hilft ein Logo dabei, die Arbeitgebermarke für Mitarbeiter und Bewerber zu definieren – hierbei geht es um den Ruf, den ein Unternehmen als Arbeitgeber hat, und um seinen seinen einzigartigen Stellenwert für die Mitarbeiter.

A picture from Zenefits’ Glassdoor profile

Bei Glassdoor schätzen wir beispielsweise Eigenschaften wie Transparenz und Offenheit, die beide zielgerichtet in unser Logo integriert sind.

Einige Arbeitgeber gehen sogar so weit, für Kandidaten und Angestellte zu umreißen, was genau ihre Logos bedeuten. Werft beispielsweise einen Blick auf das Glassdoor-Profil von Zenefits, das die verschiedenen Komponenten des Logos und die entsprechenden Markenattribute hervorhebt: Fit, Offen & Einladend, Zusammenhalt & Verbindung und Wachstum.

A picture from Zenefits’ Glassdoor profile

Ein Bewerber ist möglicherweise nicht in der Lage, all diese Eigenschaften mit Hilfe nur eines Blicks auf das Logo zu erkennen. Jedoch wird er bestimmte Dinge wahrnehmen, wie zum Beispiel, ob ein Unternehmen eher traditionell oder modern ist. Und je besser ein Kandidat dein Unternehmen einschätzen kann, desto besser kann er feststellen, ob er zum Unternehmen passt.

Tipps:

  • Identifiziere die Schlüsselwerte deines Unternehmens frühzeitig und integriere sie in dein Erscheinungsbild
  • Gehe nicht davon aus, dass Kandidaten wissen, was deine visuelle Brand über deine Arbeitgebermarke aussagt – formuliere das für sie
  • Bitte um Feedback! Frage Mitarbeiter – insbesondere neu eingestellte Mitarbeiter – wie sie deine visuelle Marke während des Bewerbungsprozesses wahrgenommen haben

3. Vermittlung von Erfolg

Man sagt, man soll ein Buch nicht anhand des Einbands beurteilen. Aber sind wir mal ehrlich – machen wir das nicht alle ständig? Wenn du zum Beispiel die Straße entlang gehst und entscheiden musst, in welches Restaurant du gehen möchtest, gehst du wahrscheinlich eher in ein frisch renoviertes Café mit einer charmanten Fassade als in einen alten, heruntergekommenen Laden mit fehlenden Buchstaben im Schild. Es mag sein, dass das Essen in beiden gleich gut ist. Aber wenn es am Aussehen hapert, liegt die Frage nahe, ob dem Restaurant auch nichts an der Qualität seines Essens liegt.

Und genauso kann schlechtes visuelles Branding eines Unternehmens bei Kandidaten die Frage aufwerfen, wie es mit der Unternehmenskultur aussieht und wie gut das Geschäft läuft. Wenn sie keinen Wert auf die Gestaltung eines ansprechenden Logos, einer Webseite oder Social Media Profilen legen, was sagt das über die Buchhaltung und das Personalwesen der Firma aus?

Auf der anderen Seite löst der Blick auf Unternehmen mit einer starken visuellen Brand Begeisterung bei Kandidaten und den Wunsch, dort zu arbeiten, aus. Ferchau Engineering stellt auf seinem Glassdoor-Profil zum Beispiel nicht nur sein Logo in den Vordergrund sondern auch ein Markenfoto, das seine Produkte zeigt – so können sich Kandidaten visuell unter dem Unternehmen etwas vorstellen. Der konsistente polierte Look und Feel des Profils bestätigt Jobsuchenden, dass dies in der Tat ein spannender Arbeitgeber ist.

Memorial Sloan Kettering Glassdoor profile

Tipps:

  • Visuelles Branding bezieht sich nicht nur auf Logos – auch Fotos von Produkten und vom Arbeitsplatz, die deinen Markenrichtlinien entsprechen, geben Bewerbern einen tieferen Einblick in dein Unternehmen
  • Berücksichtige bei der Auswahl deiner Farbpalette die Farbsymbolik – beispielsweise erinnert Grün oft an Natur oder finanziellen Erfolg, während Rot mit Leidenschaft und Energie assoziiert wird

Wenn du ein Kleinunternehmen aufbaust, denkst du vielleicht, dass visuelles Branding ein nettes „Nice to Have“ ist, in das man später mal investieren kann. Aber die Wirkung sollte nicht unterschätzt werden. Deine Unternehmensmarke ist nicht nur für’s Marketing wichtig sondern auch beim Recruiting. Wenn du vorhast, talentierte Leute einzustellen, die dir dabei helfen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, ist eine aussagekräftige visuelle Brand ein Muss.

Emily Moore

Emily Moore ist Senior Staff Writer für Glassdoor, eine der weltweit größten Job- und Recruiting-Seiten. Glassdoor vereint alle Jobs mit wertvollen Daten, um es Menschen zu erleichtern, einen Job zu finden, der wirklich zu ihnen passt, und hilft Arbeitgebern dabei, hochqualifizierte Talente zu finden. Du bist auf der Suche nach neuen Talenten? Schalte noch heute dein kostenloses Arbeitgeberkonto frei!