Du hast also dein eigenes Unternehmen gegründet. Glückwunsch zu diesem großen Schritt – und glaube mir, es ist wirklich ein großer Schritt. Ich wette, du hast an alles gedacht, bis hin zu den Marken-Guidelines. Du kennst dein Unternehmen, wie es aussehen, sich anfühlen und funktionieren wird, bis ins kleinste Detail. Oh halt – tust du nicht? Dann kümmerst du dich besser mal darum.

Das mag zunächst wie eine unmögliche Aufgabe erscheinen, besonders wenn du keine Erfahrung mit Design hast. Aber keine Sorge – es ist nicht so schwer, wenn du dir kurz etwas Zeit nimmst und dir alles durch den Kopf gehen lässt.

Es gibt vier Dinge, die du beachten solltest: Einfachheit, Kosten, Organisation und Zukunftsplanung.

Halte es einfach

An Apple store
Apple stores convey a clear message about the brand. Via Boy Genius Report.
The Apple logo
The Apple logo is simple, sleek, and iconic.

Deine Marke und dein Design gehen Hand in Hand. Und wenn du neu in der Welt des Brandings bist, denke einfach an die großen Namen, die du bereits kennst und wie sie vorgehen. Wenn du beispielsweise an The Gap denkst, denkst du an dieses ikonische, blaue Quadrat, eine Wortmarke und saubere Geschäfte mit vielen weißen Wänden. Apple hat die graue Bildmarke und weiträumige Verkaufsräume in Aluminium-Tönen und hellem Holz. Bei McDonald’s ist immer noch alles rot und gelb und, egal wo du auf der Welt bist, du weißt immer, welch nahezu verspieltes Erlebnis dich erwartet, wenn du eines der Restaurants betrittst.

Dein Unternehmen ist nicht anders – abgesehen von den Millionen von Euros, die diese Unternehmen hatten, um ihre Marken aufzubauen. Also halte es stattdessen einfach. Du musst nicht viel Geld ausgeben, um ein einheitliches Branding für deine Kunden zu erzeugen. Wähle ein oder zwei wichtige Elemente und konzentriere dich auf diese. Es könnten deine Farben, dein Kundenservice, deine Präsenz in den sozialen Medien oder irgendetwas anderes sein, mit dem deine Kunden in Berührung kommen. Nimm dir am Anfang nicht zu viel vor, um nicht zu riskieren, dein Wachstum zu verzögern. Wenn du dich dazu entscheidest, dich auf Farbe zu konzentrieren, stelle sicher, dass die Farben für deine Waren zu denen deiner digitalen Präsenz passen oder sie komplementieren. Wenn du deine Onlinepräsenz zur höchsten Priorität machst, sorge dafür, dass deine Website, sozialen Medien und E-Mail-Designs harmonisch sind. Wenn du einen Laden hast, sorge dafür, dass das Kundenerlebnis durch die gesamte Marke hinweg einheitlich ist, sowohl online als auch offline.  

Du bist dir nicht sicher, worauf du dich zuerst konzentrieren sollst? Denke darüber nach, wie ein Kunde mit deiner Marke interagieren wird, in dem Moment, in dem er deinen Laden betritt – oder deinem Produkt zum ersten Mal online begegnet. Welches Erlebnis sollen sie haben? Priorisiere die Elemente, die den größten Einfluss auf dieses Erlebnis haben werden. Während du wächst und sich deine Marke weiterentwickelt, wirst du Gelegenheit haben, sie auszubauen und zu verfeinern, ohne das Gefühl zu haben, zu Beginn wertvolle Zeit vergeudet zu haben.

Triff kluge Entscheidungen darüber, was du selbst machst

Free email templates for branding
Es gibt kostenlose E-Mail-Vorlagen, die du für den Anfang nutzen kannst, wie diese von 99designs. Via 99designs.

Wenn dein neues Unternehmen von dir und nur dir allein finanziert wird (und seien wir ehrlich, wahrscheinlich ist dem so), musst du deine Ausgaben auf ein Minimum beschränken. Für’s Erste ist der beste Weg, dies zu erreichen, indem du lernst, wie man Dinge selbst macht. Natürlich gibt es Momente, in denen es nicht nur notwendig ist, einen Experten zu engagieren, sondern langfristig auch kostengünstiger (denn Zeit ist Geld). Für die Aufgaben, die in dein Fachgebiet fallen, ist es eine gute Idee, dein Können zu verbessern und gut darin zu werden, Dinge selbst zu erledigen. Mit ein bisschen Übung wirst du in kürzester Zeit zu einer gut geölten Maschine.

Was dein Branding betrifft, kannst du auch Vorlagen für Dinge wie E-Mails und Websites verwenden, solange du die grundlegenden Dinge deiner Markenidentität zur Hand hast und anwendest.

Organisiere, organisiere, organisiere

Es ist leicht, dich über dein neues Unternehmen und wie es sich entwickelt zu freuen, aber schon bald werden Vorstellungen zu Farben, Logo-Designs und all diese Sachen durcheinander geraten und dich mit einem Chaos zurücklassen, das du in Ordnung bringen musst. War es Pastell-Orange oder Sonnenuntergangs-Orange als Hauptfarbe? Ist das Konzept „rustikal-modern“ oder „rustikal-traditionell“? Du wirst deinen Lieblingslook nicht nachbilden können, ohne vorher alles zu organisieren.

Branding ideas being written in a notebook
Hol dir Inspiration und bringe sie zu Papier.  Via Skillshare.com.

Der einfachste Weg, dies zu tun, ist, dir ein bisschen Zeit zu nehmen und deine Ideen aufzuschreiben. Erstelle eine Tabelle mit all deinen Inspirationsquellen, einschließlich Marken, die dir gefallen, und deiner Konkurrenz, um deine Gedanken zusammenzufassen. Sobald du dann der Meinung bist, alles zusammen zu haben, gehe die Tabelle durch und verleihe deiner Vorstellung für deine Marke mehr Form. Dazu gehören passende Schriftarten, Farben und eine kurze Beschreibung deiner Markenpersönlichkeit. Dies ist auch eine gute Grundlage, um Aufgaben an Freelancer oder andere Helfer im Designbereich weiterzugeben. Letzten Endes willst du ein gefestigtes Branding-Kit, das all deine in Stein gemeißelten Guidelines umreißt, um Beständigkeit zu gewährleisten, während du wächst.

Was die Zukunft bringen mag

Bisher haben wir darüber gesprochen, wo du bist und was deine unmittelbaren Pläne für dein wachsendes Unternehmen sind. Aber was ist in zwei Jahren? Fünf? Zehn? Wird dein Branding auch die Zeit überdauern?

Während dein Unternehmen wächst und sich weiterentwickelt, wird sich auch dein Branding weiterentwickeln müssen. Du wirst vielleicht sogar feststellen, dass dein Produkt und deine Zielgruppe ganz anders aussehen als zu dem Zeitpunkt, an dem du angefangen hast. Das bedeutet, dass es an der Zeit ist, deine Verpackung zu aktualisieren, von einer Squarespace-Vorlage auf eine individuelle Website aufzurüsten oder dein Logo neu zu gestalten. Wenn du am Anfang alles selbst gemacht hast, ist es nun vielleicht an der Zeit, dir Hilfe von außerhalb zu holen. Abhängig von deinen Bedürfnissen und deinem Budget gibt es viele Ansätze, um ein professionelles, neues Branding zu bekommen: Du kannst einen Freelance-Designer engagieren, einen Designwettbewerb abhalten oder eine Agentur engagieren. Nimm dir die Zeit, um dir deine Optionen zu überlegen, bevor du eine Entscheidung triffst. Wenn du dich für einen Freelancer oder eine Agentur entscheidest, schau dir vorher gut ihre Portfolios an.  

Du kannst das!

Ist Branding leicht? Nein. Selbst wenn du für Design lebst, kann es hart sein, dein eigenes Projekt zu branden, weil du zu nah dran bist. Aber mit etwas Mühe ist es absolut machbar. Nimm dir einfach Zeit und denke bei jeder Entscheidung immer aus der Perspektive deines Unternehmens.

Dieser Artikel kommt von Skillshare. Skillshare konzentriert sich darauf, einzigartige Geschichten von bewährten Freelancern und Unternehmern zu erzählen.

Genieße einen Monat lang Skillshare Premium gratis und tauche tiefer in die Bereiche Branding, Design und Marketing der Skillshare-Community ein.