Egal wie viel du über Branding zu wissen glaubst, beim Food-Branding, also Branding für Lebensmittel ist die Sache ein bisschen komplizierter. Die Lebensmittelindustrie beruht auf natürlichen Bedürfnissen und „Bauchgefühlen“ und deine visuellen Branding-Elemente können deinen Kunden Appetit machen – oder dafür sorgen, dass sie ihn verlieren.

Für jeden, der mit Lebensmitteln arbeitet – dazu gehören Hersteller von Fertigprodukten, Lebensmittelgeschäfte, Restaurants, Food Blogger, lebensmittelbezogene Services und Getränkeunternehmen – sind die Feinheiten der Branding-Strategien für Lebensmittel nicht gerade ersichtlich. In diesem Guide geben wir einen Überblick über Food-Branding und erklären, was du wissen musst, um bei Kunden den richtigen Eindruck zu hinterlassen.

food-branding illustration
Illustration von Orange Crush

Die Grundlagen des Food-Brandings

Wenn dein Unternehmen eine Person wäre, wäre „Branding“ die Art und Weise, wie diese Person sich selbst präsentiert – wie sie sich kleidet oder welche Frisur sie trägt, wie sie sich verhält, ob sie Witze reißt oder sich an förmliche Etikette hält. Branding ist mehr als Publicity; es beeinflusst die Art, wie Kunden dein Unternehmen und dessen Werte wahrnehmen.

Food branding logo: Portofino’s Italian Kitchen
Logodesign von green in blue

Wenn es gut gemacht ist, stellt Branding eine persönliche, ja sogar emotionale Verbindung zu deinen Kunden her, ganz zu schweigen davon, dass es dich auf bedeutungsvolle Weise von deiner Konkurrenz unterscheidet. Du erreichst dies durch Visuelles, indem du beispielsweise die richtigen Bilder, Farben, Formen und Typografie verwendest, und auch durch die Art und Weise, wie du kommunizierst, durch deine Content-Strategie oder welche Kanäle du nutzt. Wir erklären diese fünf Bereiche unten genauer.

Dein Branding sollte deine Unternehmensstrategie und deine Ziele ergänzen. Zum Beispiel profitiert ein Unternehmen, dessen oberstes Ziel es ist, Kunden zu gewinnen, von anderen Branding-Strategien als ein Unternehmen, dessen oberste Priorität es ist, bestehende Kunden zu binden. Um es noch komplizierter zu machen, muss die Lebensmittelbranche Entscheidungen treffen, die sowohl auf ihrem Unternehmensstil basieren als auch darauf, was ihre Kunden appetitlich finden.

Unten erklären wir die besten Stile für erfolgreiche Food-Branding-Strategien, doch bevor wir loslegen, müssen wir übers Geschäft reden. Es gibt einige wichtige Aspekte deines Unternehmens, die du kennen solltest, bevor du dich auf den kreativen Prozess stürzen kannst.

3 Fragen, die du dir stellen musst

Food branding logo: Blink!
Logodesign von nevergohungry

Du musst einige schwere Fragen zu deinem Unternehmen beantworten, bevor du festlegen kannst, welche Branding-Strategie am besten funktioniert. Diese drei wichtigen Fragen werden dir helfen, herauszufinden, worum es deinem Unternehmen im Kern geht.

    1. Wer kauft dein Produkt? Auf welchen Markt oder Kunden hast du es abgesehen? Wie sieht ihr demografischer Hintergrund aus? Was mögen sie, wie wollen sie angesprochen werden und welche Probleme haben sie (Hürden und Unannehmlichkeiten, die sie loswerden wollen)? Branding ist auf deine Zielgruppe zugeschnitten, daher ist es besser, je besser du sie verstehst.
    2. Wie würdest du deine Marek beschreiben?  Dies ist eher eine Kreativübung, die dabei helfen soll, deinen Branding-Stil zu finden. Wenn du eine eloquente Antwort auf diese Frage hast, ist das super! Wenn nicht, keine Panik – versuche, Adjektive aufzuschreiben, um deine ideale Branding-Persönlichkeit zu beschreiben, bis du eine genaue Vorstellung hast. Adjektive wie energiegeladen, leidenschaftlich, einladend oder zuverlässig können helfen, die Stimme und den Charakter deiner Marke zu bestimmen.
    3. Was unterscheidet dich von deiner Konkurrenz? Mit anderen Worten, wie lautet dein Werteversprechen? Weshalb sollten Kunden dich der Konkurrenz vorziehen? Ein wichtiger Teil des Brandings besteht darin, deine attraktivsten Merkmale herauszustellen und diese zu unterstreichen, damit die Menschen zuerst an dich denken, wenn sie ihr Geld ausgeben.

Sobald du die Antworten auf diese Fragen kennst, kannst du damit beginnen, die Strategie für dein Food Branding zu entwerfen. Aber was genau beinhaltet Food-Branding eigentlich?

Die 10 wesentlichen Elemente erfolgreichen Food-Brandings

Die 10 wesentlichen Elemente, die ein Unternehmen für erfolgreiches Branding benötigt, sind die Erscheinungsformen und Ziele deines Brandings – die greifbaren Ergebnisse deiner stilistischen Entscheidungen.

Granola food branding design
Verpackung für Granola von Martis Lupus
  1. Logo – Das Gesicht deiner Marke und Herzstück deiner gesamten Branding-Strategie. Als wichtigstes Branding-Element verankert dein Food-Logo alles, wofür dein Unternehmen steht.
  2. Website – Das Aussehen deiner Website ist wichtig, aber Aussehen bringt nicht viel, wenn sie nicht funktioniert. Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit sind die wichtigsten Dinge im Webdesign; sie zeigen, wie erfahren dein Unternehmen wirklich ist.
  3. MarkenbotschaftWas sagt deine Marke? Deine Markenbotschaft beinhaltet die Werte, Mission Statements, Überzeugungen, häufige Themen und natürlich den Slogan.
  4. Produktverpackung – Beim Food-Branding ist die Wahl deiner Produktverpackung entscheidend. Die Verpackung kann Kunden anlocken und ist eine visuelle Repräsentation des kulinarischen Erlebnisses, das dein Produkt bietet.
  5. Ladengeschäfte – Dies ist optional für einige Lebensmittelmarken, aber die meisten Lebensmittelunternehmen müssen sich Gedanken über das Branding ihrer Geschäfte machen. Dazu gehören Dinge wie das Branding des eigentlichen Geschäfts, gebrandete Schürzen, Servietten, Schilder, Tassen, Inneneinrichtung und Musikwahl, aber auch der Kundenservice und das Erlebnis, das du in deinen Läden bietest.
  6. Social Media – Ein persönlicher Weg, um direkt mit deinen Kunden zu interagieren und ein Gespräch mit ihnen zu beginnen. Die Art deiner Posts und die Kanäle, auf denen du postest, können eine direkte Verbindung zu deinem Nischenmarkt herstellen.
  7. E-Mail Marketing – E-Mails sind eine beliebte Strategie unter Onlinevermarktern, da sie persönlicher als andere Methoden sind und interessanterweise mit die besten Click-Through-Rates haben. E-Mail-Marketing gibt dir die Möglichkeit, deine Marke menschlicher zu präsentieren, da es sich um dieselbe Art der Kommunikation handelt, die auch Freunde und Familie nutzen und du mit ihnen den Leser persönlich ansprichst.
  8. Werbeanzeigen – Manche Traditionen sterben niemals aus. Bezahlte Werbeanzeigen sind, auch wenn sie nicht mehr so vertrauenswürdig erscheinen wie früher, immer noch ziemlich wirkungsvoll, um die Reichweite deiner Markenbotschaft zu steigern, und können potenzielle Kunden besser erreichen als andere Wege.
  9. Content- und Influencer-Marketing – Blog Posts, Videos, Bilder für Social Media, Infografiken und ähnliches. So wie unterschiedliche Künstler unterschiedliche Stile haben, ergeben auch verschiedene Arten des Contents ein zusammenhängendes Bild, das deinen potenziellen und bestehenden Kunden verrät, wer du wirklich bist.
  10. Merchandise – Dies können klassische Dinge wie T-Shirts oder Tassen sein, die in deinem Restaurant verkauft werden, oder kreativere Dinge wie Taschen, Pappbecher und Behälter zum Mitnehmen mit deinem Branding.
Food branding logo: Julian’s
Verpackungsdesign mit Branding von Project 4

Dies sind die 10 wichtigsten Bereiche einer erfolgreichen Food-Branding-Strategie und Wege, die du nutzt, um eine zusammenhängende und einheitliche Markenpersönlichkeit zu kreieren. Behalte sie im Hinterkopf, während du Entscheidungen zu den Einzelheiten deines Brandings triffst, über die wir im nächsten Abschnitt sprechen.

Die besten Branding-Stile für die Lebensmittelbranche

Welche Farben sind am appetitlichsten? Reagieren Kunden besser auf Kreise oder Quadrate? Wo findet man im Netz die ganzen Essensliebhaber? Bei einem Markt, der so speziell ist wie die Lebensmittelbranche, funktionieren bestimmte Branding-Techniken besser als andere. Hier sind die besten Branding-Techniken für Lebensmittel für verschiedenste Bereiche. Denke an sie, wenn du dein Logo designst und die anderen Dinge für deine Marke kreierst.

(Vergiss nicht, dass dein Branding auch deine Unternehmenspersönlichkeit repräsentieren muss; die Strategien unten sind datengestützte Vorschläge, was allgemein für Food-Branding funktioniert, aber du musst auch an deinen eigenen unverwechselbaren Stil denken, bevor du dich festlegst.)

Die besten Farben für Food-Branding

Kurz gesagt funktionieren warme Farben – Rot, Orange und Gelb – am besten für Food-Branding. Von diesen Farben eignet sich Rot am besten, um den Appetit anzuregen (vielleicht aufgrund der vielen roten Nahrungsmittel in der Natur). Und da warme Farben sich gut miteinander kombinieren lassen, sieht man beim Food-Branding jede Menge Rot-Gelb oder Rot-Orange.

Rote lebensmittel logos

Wenn man sich mal Fast-Food-Ketten ansieht, merkt man schnell, wie sehr das zutrifft. Wir sehen diese warmen Farbkombinationen beinahe bei allen. Grün dagegen ist beliebt bei natürlichen Marken und Bio-Marken.

Basierend auf der Farbsymbolik ist es empfehlenswert, bei Food-Branding Blau zu vermeiden. Abgesehen von Blaubeeren findet man in der Wildnis blaue Nahrungsmittel nur sehr selten, daher hat Blau konsequenterweise die geringste Wirkung auf den Appetit. Aber im Branding allgemein ist Blau die mit Abstand beliebteste Farbe, vermutlich weil sie mit Vertrauen und Gemeinschaft assoziiert wird. Aus diesem Grund sieht man Blau dennoch häufig als Akzentfarbe im Food-Branding, wie beispielsweise bei Burger King, Sonic und Popeyes.

Die besten Formen für Food-Branding

Food branding logo: The Organic Blend
Logodesign von Bendazs!™

Beim Branding haben Formen einen ziemlich großen Einfluss darauf, wie die Persönlichkeit einer Marke wahrgenommen wird. Marken mit einem runden Logo zum Beispiel werden als einladender und ungezwungener angesehen, wohingegen starre, rechteckige Formen als zuverlässiger oder effektiver beurteilt werden. Das bedeutet, dass die Form zu deiner Markenidentität statt deiner Branche passen sollte.

Daher profitieren die meisten Lebensmittelmarken von freundlichen Markenpersönlichkeiten, und Logos mit Kreisen oder Rundungen wirken aufgeschlossener. Dabei geht es nicht nur um einen runden Rahmen, der das Logo umgibt, sondern auch kurvenreiche Linien innerhalb des Logos selbst, wie man beim Logo von Organic Blend unten sieht.

Rechteckige, dreieckige und scharfkantige Logos fühlen sich förmlicher an und funktionieren bessern in Branchen wie Rechtsberatung oder Finanzwesen, auch wenn einige hochpreisige Restaurants und Winzer (wie FZ Wines unten) ebenfalls von dieser Förmlichkeit profitieren können.

Food branding logo: FZ Wines
Logodesign von mikata

Wenn du ein seriöses Logo möchtest, deine Kunden sich aber dennoch heimisch fühlen sollen, kannst du auch immer Formen kombinieren. Wenn du einer an sich eckigen Form ein paar Rundungen oder weiche Ecken verpasst, wirkt sie lockerer und so kannst du diese „weichere Seite“ beliebig einbringen.

Die beste Typografie für Food-Branding

Es gibt nicht die beste Typografie für die Lebensmittelbranche. Größe, Dicke und Farbe deines Textes, und natürlich die Schriftart, haben alle ihre eigenen Assoziationen für deine Markenpersönlichkeit, daher hängt die beste Typografie davon ab, welche Marke du sein möchtest.

Es gibt allerdings ein paar verbreitete Trends in der Lebensmittelbranche. Wenn du zum Beispiel nach dem Stil einer alten Taverne strebst, wie O’Leary’s Ale House, kann eine Retro-Schrift dies dem Betrachter sofort vermitteln.

Food branding logo: O’Leary’s Ale House
Logodesign von Project 4

Wenn die Leute dich als modernes Restaurant oder Lebensmittelproduzenten wahrnehmen sollen, so wie bei Swirl Frozen Yogurt, passt eine serifenlose Typografie sehr gut.

Food branding logo: Swirl
Logodesign von bo_rad

Genau wie bei den Formen auch kannst du immer zwei gegensätzliche Stile kombinieren, um etwas Einzigartiges zu kreieren. Vergiss nicht, dass Rundungen „freundlicher“ und gerade Linien/scharfe Kanten „professioneller“ wirken. Eine Schriftart mit vielen Rundungen, wie zum Beispiel Schreibschrift, wird ein eher lockeres Klientel ansprechen als eine strenge, klassische Schriftart.

Verpackungen für deine Lebensmittel

Lebensmittelverpackungen sind ein riesiges Universum – und eines der wichtigsten Elemente des Food-Brandings. Deine Kunden nehmen deine Verpackung zuerst mit ihren Augen wahr, nicht ihrem Geschmackssinn, daher spielt ihr Aussehen eine große Rolle. Die Verpackung hilft auch dabei, dein Produkt von den Millionen anderen Produkten zu unterscheiden, die heutzutage in den Regalen (oder auf den Seiten der Online-Lebensmittelhändler) stehen. Verpackte Lebensmittel sind allein in den USA ein Markt im Wert von 800 Milliarden US-Dollar. Das sind verdammt viele Nudeln, Müsliriegel und Joghurts!

Noodles for Kids Verpackung mit Tomate und Spinat
Verpackungsdesign von Holiday26

Bei der Wahl der Verpackung für dein Lebensmittel, Getränk oder Snack spielt das Aussehen natürlich eine große Rolle, aber wenn die Verpackung ihrer Aufgabe nicht nachkommt, hilft auch Aussehen nicht viel. Bevor du dich an die Verpackung machst, solltest du dir und deinem Designer ein paar wichtige Fragen stellen:

  • Welches Produkt habe ich? Aus welchen Materialien und Abmessungen besteht es? Ist es ein einzelnes Produkt oder gibt es verschiedene Geschmacksrichtungen oder Formate (vielleicht auch erst zukünftig)? Wenn du dir im Vorhinein ein paar Gedanken machst, wirst du auf weniger Probleme stoßen, wenn sich deine Marke weiterentwickelt.
Cornflakes Verpackung in gelb mit brauner Schrift
Verpackungsdesign von tomdesign.org
  • Wer sind meine Kunden? Umweltfreundliche Leute, Kinder oder Touristen? Verfügen meine Kunden über viel Geld oder sind sie sehr sparsam? Es ist wichtig zu wissen, wer deine Produkte kaufen wird, um das Branding für deine Lebensmittel entsprechend anzupassen.
Schwarz-weiße Verpackung für Spaghetti
Verpackungsdesign von Holly McAlister
  • Welchen Zweck erfüllt die Verpackung? Muss sie das Produkt weich oder knusprig halten? Muss sie für den Kühlschrank geeignet sein? Lebensmittelverpackungen tragen eine große Verantwortung – außerdem gibt es in Deutschland bestimmte Anforderungen, wie beispielsweise eine Auflistung der Inhaltsstoffe und Zutaten.
Grün-weißer Matcha Teebeutel
Design von Mj.vass
  • Wo werden die Kunden die Verpackung sehen? (Wird das Produkt ausschließlich im Internet verkauft? In kleinen, spezialisierten Lebensmittelgeschäften? Oder bei großen Ketten wie Rewe oder Edeka?) Wo deine Kunden dein Produkt zu sehen bekommen, hat ebenfalls großen Einfluss auf die Verpackung.

Beim Designen deiner Verpackung musst du die Details wie Logoplatzierung, Materialien, Farben, Formen und Schriftarten im Hinterkopf behalten. Wenn du noch mehr über Produktverpackungen lernen möchtest, schau dir diesen ultimativen Guide zu Verpackungsdesign an.

Branding des Ladens

Natürlich wird Online-Shopping in nächster Zeit nicht verschwinden. Es ist einfach so bequem! Aber die Einfachheit des Online-Shoppings bietet nicht denselben Reiz wie ein persönlicher Einkauf. Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Lebensmittelgeschäft zu eröffnen, spielen dir ein paar Dinge in die Karten.

Im DO cookie do Geschäft NYC
Der Shop von Do Cookie Dough in NYC bietet Besuchern eine helle, verspielte Einrichtung, die zu ihrem Branding passt.

Der erste und auffälligste Vorteil, wenn man in einem Geschäft einkauft, sind Verkäufer, die einem weiterhelfen können (das hast du auf Amazon nicht). Im Geschäft hast du auch die Möglichkeit, ein Produkt zu sehen, zu halten und möglicherweise zu probieren, bevor du es kaufst. Außerdem bieten Geschäfte diese sofortige Befriedigung und ermöglichen es dir, den Laden mit dem Produkt in der Hand zu verlassen, ohne Versandkosten zahlen zu müssen.

Und schließlich verleiht der Kauf bei einem richtigen Menschen in einem richtigen Geschäft dem ganzen Erlebnis einen Hauch von Glaubwürdigkeit (im Gegensatz zu einem Kauf im Internet bei einer unbekannten Marke, bei der man hoffen muss, hochwertige Ware zu erhalten).

In der Dominique Ansel Bäckerei NYC
Die Dominique Ansel Bakery ist bekannt für ihre klaren, sauberen Linien und die durchdachte Inneneinrichtung – eine Detailtreue, die man in jeder ihrer Filialen weltweit findet.

Was das Branding des Einkaufserlebnisses betrifft, sollte dein Laden die Branding-Elemente widerspiegeln, die du bereits für dein Logo, deine Farben, deine Schriftarten, sowie für die gesamte Ästhetik und den Ton deines Social-Media-Marketings nutzt. Wenn deine Farbpalette hell und modern ist, mit subversiver, urbaner Botschaft, sollte dein Laden deinen Kunden dasselbe Erlebnis bieten. Die Sinne deiner Kunden werden sofort angeregt, wenn sie den Laden betreten. Die Raumaufteilung, die Platzierung deines Logos und die Arbeitskleidung der Mitarbeiter (oder das Fehlen solcher) erzeugen gemeinsam ein einheitliches Bild deiner Marke.

Food-Branding in den sozialen Medien

Lebensmittelmarken können erfolgreich ihren Content in den sozialen Medien posten – selbst Profis auf LinkedIn interessieren sich für ein zeitsparendes Rezept. Aber die besten Kanäle für Food-Branding sind in der Regel solche, bei denen es hauptsächlich um Bilder geht. Instagram, Pinterest und Snapchat eignen sich am besten für die meisten Food-Branding-Strategien. (Bonuspunkte gibt es, wenn das Logo im Hintergrund platziert wird!) Wenn du ein Branding-Video erstellst, kannst du auch YouTube nutzen und außerdem dein YouTube-Video auf all deinen Social-Media-Kanälen verlinken.

Wenn du eine Kampagne in den sozialen Medien startest, halte dich streng an die Branding-Guidelines, die du bereits festgelegt hast, und befolge diese einfachen und doch effektiven Grundsätze:

Erzähle eine Geschichte

Willkürliche Bilder von Lebensmitteln sind in Ordnung, aber sie erzielen eine größere Wirkung, wenn sie eine kurze Geschichte erzählen, Teil einer größeren Geschichte über deine Marke sind oder deine Marke in Verbindung zu einer Geschichte steht, die jeder nachvollziehen kann.

Investiere in Bilder

Es dreht sich alles um Bilder! Schlechte Bilder haben in den sozialen Medien keine Chance – und Posts ohne Bilder erhalten signifikant weniger Aufmerksamkeit als solche mit eindrucksvollen Bildern. Denk mal an die unscharfen oder amateurhaften Bilder, die du manchmal siehst, wenn du durch Instagram scrollst. Verleiten sie dich dazu, anzuhalten und dir den Post genauer anzusehen? Nein. An dieser Stelle kommt das Konzept „Du hast nur eine Chance, einen guten Eindruck zu machen“ ins Spiel. Nimm dir die Zeit zu lernen, wie du hochwertige Bilder deiner Lebensmittel schießt. Dazu musst du wissen, wie deine Kamera funktioniert (ja, dein iPhone mag ausreichen, aber stelle sicher, dass das auch stimmt, bevor du dein erstes Bild postest), und etwas über Beleuchtung, Aufnahmeeinstellung und visuelles Storytelling lernen. Um wirklich hochwertige Aufnahmen zu bekommen, engagieren viele Marken professionelle Stylisten/Food Fotografen, die die Bilder für ihre sozialen Medien machen.

Bei Milk Bar dreht sich alles ums Süße:

Gib ihnen Videos

Hochwertige Bilder sind essenziell, aber Videos sind der eigentliche Star. Kurze Social-Media-Videos deiner Lebensmittel können bei deinen Kunden ein großes Verlangen auslösen. Schau dir mal Peach Marts kurze Instagram-Videos asiatischer Snacks an. Lecker!

Bleibe einheitlich

Nimm dir ein wenig Zeit, um einen visuellen Kalender für deine Social-Media-Posts zu erstellen. Vielleicht postest du jeden Tag in der Woche (gute Idee!) und zeigst jeden Tag ein anderes Bild deines Produkts oder unterschiedliche Produkte deiner Produktreihe mit einer andere Beschreibung/Geschichte. Sorge dafür, dass die Bilder einen einheitlichen Ton haben und sich gleich anfühlen. Deine Nutzer sollen ein einheitliches Erlebnis auf deiner Instagram- oder Pinterest-Seite haben. Wenn manche Bilder düster und launisch und andere sauber und hell sind, fühlt es sich nicht harmonisch an. Meistere auch die Kunst der Hashtags. Hashtags sind dein Schlüssel, um mehr Menschen zu erreichen. Mach dich vertraut mit beliebten Hashtags der Branche und überlege dir auch spezielle Hashtags für deine Marke.

Ica and Vice, ein hipper Eisladen in New York, nimmt die meisten Bilder vor einem schwarzen Hintergrund auf.

Bei Moon Juice dagegen, ein angesagter Laden für Nahrungsergänzungsmittel in LA, dreht sich alles um helle, farbenfrohe Bilder, die an Gesundheit und Vitalität erinnern.

Branding für die Lebensmittelbranche: ein fruchtbarer Markt!

Manchmal weißt du nicht, welche Food-Branding-Strategie die beste für dich ist, bis du sie mit eigenen Augen siehst. Wenn du auf der Suche nach Inspiration für ein Logo bist, schau dir einige unserer anderen Artikel an:

Wenn du allerdings bereits weißt, was du möchtest, und mit deinem Food-Logo, deiner Verpackung, Website oder der Folierung für deinen Food Truck loslegen willst, klicke hier, um den perfekten Designer für deinen Stil zu finden.

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