Du brauchst ein Grafikdesign. Vielleicht ist der Designer deines Vertrauens zu beschäftigt, um es dir rechtzeitig zu liefern, oder du kennst niemanden, der sich auf die Art Grafikdesign spezialisiert hat, die du benötigst. Sei es, wie es ist, einen talentierten Freelancer zu finden kann eine zeitraubende und frustrierende Angelegenheit sein.

99designs vs upwork
Ziege von bboyren

Also findest du dich im Internet wieder, auf der Suche nach Grafikdesignern und du stößt auf ein paar interessante Optionen: 99designs und Upwork. Aber woher weißt du, welche Plattform die richtige für dich ist, ohne viel recherchieren zu müssen oder Zeit und Geld damit zu verschwenden, mit beiden zu experimentieren?

Dieser Artikel vergleicht Upwork und 99designs miteinander und zeigt dir die Vor- und Nachteile der beiden, damit du eine wohlüberlegte Entscheidung treffen kannst.

99designs vs. Upwork: Ein kurzer Vergleich

Jeder hat andere Prioritäten, wenn es um Grafikdesign geht. Für manche ist Qualität alles. Für andere ist ein reibungsloser Ablauf das Wichtigste. Hier ist eine kurze Übersicht darüber, was 99designs und Upwork zu bieten haben. Für genauere Informationen zu allen Optionen und weshalb wir uns für sie entschieden haben, lies einfach weiter.

99designs

Upwork

Unsere Wahl

Art der Arbeit
  • Grafikdesign (Logo & Identität, Web- und App Design, Verpackung, Business & Werbung, Buchcover, Illustrationen etc. (Sieh hier die komplette Liste)
  • So ziemlich alles, was du dir vorstellen kannst, auszulagern (Web- und App-Entwicklung, Grafikdesign, Content Writing etc. (Siehe hier die komplette Liste)
Upwork für die Auswahl, 99designs für Design
Wege, an ein Design zu kommen
  • Wettbewerbe (Designer schicken dir Ideen für dein Projekt)
  • Finde & engagiere einen Freelancer
  • Poste einen Job (Designer bewerben sich mit Portfolios)
  • Finde & engagiere einen Freelancer
99designs
Designtools und Prozess
  • Tolle Tools. um den Designprozess zu erleichtern
  • Kümmern sich um Verträge und Zahlungen
  • Gängige Kommunikationstools
  • Kümmern sich um Verträge und Zahlungen
99designs
Preis
  • Flatrates für Wettbewerbe (variiert je nach Art des Designs und Level)
  • Verhandelbare Preise bei Freelancern auf Projektbasis
  • 99designs Anteil beträgt 5% von Kunden plus 5-15 % von Designern, abhängig von ihrem Level
  • Verhandelbar mit Freelancern. Entweder nach Stunde oder Projekt.
  • Upworks Anteil sind 3% von Kunden plus 5-20 % von Designern, abhängig davon, wie viel sie pro Kunde verdienen
Unentschieden
Qualität
  • Variiert. Mediumlevel und Top Level Designer sind handverlesen durch das Designer Quality Team
  • Variiert. Ein Algorithmus bewertet Designer basierend auf sogenannten Job Success Score, aber nicht die Designerqualität
Leichter Vorteil 99designs
Besondere Produktfeatures
  • Toller Kundenservice & Support Manager für Platinwettbewerbe
  • Private Wettbewerbe
  • White Labeling
  • Zahlungsschutz
  • Geld-zurück-Garantie bei Wettbewerben
  • Zahlungsschutz
  • Mobile Apps
  • Privatsphäreoptionen
  • Erlaubnis, Designs zu posten
Unentschieden
Agentur- und Pro-Optionen
  • Pro für Agenturen (zugewiesener Success Manager hilft dir, Projekte zu starten und Talente zu finden; Zugang zu Tools für Privatsphäre und Labeling)
  • Pro und Enterprise Optionen (Zugang zu geprüften Designern; Talent Specialist hilft dir beim Anwerben
99designs

Welche Arbeit soll erledigt werden?

Auch wenn es einige Überschneidungen zwischen Upwork und 99designs gibt, sind es zwei grundsätzlich verschiedene Unternehmen.

Upworks Vision ist es, „Unternehmen mit tollen Talenten zusammenzubringen, um ohne Grenzen miteinander zu arbeiten“. Mit anderen Worten, sie sind ein Marktplatz für Freelancer.

99designs spezialisiert sich auf Grafikdesign. Logo von rossiemoss.

99designs ist „die weltgrößte Onlineplattform für Grafikdesign“. Sie bringen ebenfalls Unternehmen mit Freelancern zusammen, spezialisieren sich aber auf Grafikdesign und bieten mehrere Wege, um an dieses Design zu kommen (mehr dazu später).

Für wen du dich entscheidest, wird davon abhängen, welche Art Arbeit du benötigst. Wenn du nach jemanden suchst, der freiberuflichen Kundenservice macht, ist Upwork deine einzige Option.

Aber nehmen wir einmal an, du suchst nach einem tollen Grafikdesigner. In diesem Fall musst du dich entscheiden, ob du dich für den großen Marktplatz oder die spezialisierte Plattform entscheidest. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile. Schauen wir uns mal an, welche Optionen es gibt, um ein Design zu erhalten:

Wege, ein Design zu erhalten

Sowohl Upwork als auch 99designs bieten zwei Wege, um Arbeit zu erledigen

  • Auf Upwork kannst du Jobs posten oder einen einzelnen Freelancer finden, mit dem du arbeitest.
  • 99designs ermöglicht es dir, einen Designwettbewerb abzuhalten oder einen einzelnen Freelancer zu finden, mit dem du direkt arbeiten kannst.

Meine Wahl fällt in diesem Teil auf 99designs. Ihr Wettbewerb und die Freelancer-Suche sind gezielt auf Designarbeiten zugeschnitten, wodurch sie einen Vorteil in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität haben.

Hier ist meine Begründung sowie die Vor- und Nachteile der beiden:

Upwork

Bei Upwork dreht sich alles darum, dich mit einem Freelancer zusammenzubringen. Sie bieten dazu zwei Wege:

  1. Poste einen Job und lasse Freelancer dazu ein Gebot abgeben
  2. Finde und engagiere einen Freelancer (du findest den Designer)

Poste einen Job und lasse Freelancer dazu ein Gebot abgeben

Dies ist Upworks bevorzugte Art, ihre Seite zu nutzen. Es scheint einfach genug, um sich durchzuwursteln, aber kann etwas verwirrend werden, abhängig davon, nach welcher Art Grafikdesign du suchst.

Beispiel: Ich habe versucht einen Job zu posten, um ein Design für eine Landingpage zu erhalten. Als ich unter Auftragsart auf „Grafikdesign“ geklickt habe, bekam ich folgende Optionen:

upwork graphic design options

Keine Option für eine Landingpage. Nicht mal Webdesign! Ich ging noch mal zurück um zu schauen, ob mir etwas entgangen ist. Da habe ich das gefunden:

upwork job type

Ich versuchte es mit „Web Development“ und (wie zu erwarten) drehte sich alles um das Erstellen und Programmieren einer Seite, nicht darum, sie zu designen. Schließlich entschied ich mich für „User Interface Design“, was mich zur Kategorie „Web Interface Design“ führte.

upwork brief options

Von dort an ist die Erstellung des Briefings unkompliziert, aber generisch. Du kannst deinen Job so detailliert beschreiben, wie du möchtest, Anhänge beifügen und ein paar Buttons anklicken, um den Umfang deines Projekts genauer zu beschreiben. (Diese sind auf die gewählte Kategorie zugeschnitten und ich fand endlich eine Option für Landingpage Design, aber dafür musste ich definitiv ein bisschen suchen!)

Vorteile:
  • Das Briefing hat keine Einschränkungen und ermöglicht so Flexibilität
Nachteile:
  • Die richtige Kategorie des Jobs zu finden kann eine zeitaufwendig Qual sein, abhängig davon, was du designt haben möchtest
  • Das Briefing hat keine Einschränkungen, wodurch du auch wichtige Informationen auslassen kannst, wenn du nicht daran gewöhnt bist, jeden Tag Designbriefings zu schreiben.

Finde und engagiere einen Freelancer

Upwork ermöglicht es dir auch, einen Freelancer zu finden und direkt mit ihm zu arbeiten. Es ist ein bisschen kompliziert herauszufinden, wie man das macht, da die Seite klar darauf ausgelegt ist, einen Job zu posten. Um einen Freelancer zu finden, schaust du dir die Freelancer nach allgemeinen Kategorien an (ich entschied mich für „Design & Creative), gibst einen Suchbegriff ein (Hey! Hier gab es tatsächlich eine Option für Landingpage Design!) und dir wird eine Liste mit Freelancern und ihren Preisen, ihrem Standort, ihren Verdiensten und ihrer Erfolgsrate gezeigt.

upwork designer search

Du hast die Option, Ergebnisse zu filtern, damit du sicherstellen kannst, nach Designern zu suchen, die vor Kurzem aktiv waren oder einen bestimmten Preis haben. Es gibt keine Möglichkeit, nach Qualität oder Erfahrung zu filtern. Man kann nur annehmen, dass diejenigen mit höheren Preisen auch bessere Qualität liefern. (Obwohl es wahrscheinlich eine Korrelation gibt, glaube ich nicht, dass es sich um einen ursächlichen Zusammenhang handelt.)

Sobald du alle Filter eingestellt hast, musst du auf die einzelnen Profile klicken, um mehr Informationen zu erhalten.

Upwork profile
Profile auf Upwork konzentrieren sich auf den beruflichen Werdegang und Feedback statt auf Designportfolios.

Das Upwork-Profil ist eindeutig nicht für Leute entworfen, die nach Designern suchen. Das Erste, das du sehen möchtest, wenn du nach einem Designer suchst? Sein Portfolio. Die Profile auf Upwork konzentrieren sich auf eine About Section und Statistiken zu Preisen, Verdiensten und abgeschlossenen Jobs. Darunter finden sich mehr Infos zu den Jobs, an denen sie derzeit arbeiten. Darunter wiederum gibt es ein kleines Portfolio an Bildern.

Es braucht viel Arbeit und Scrollen, nur um herauszufinden, dass diese Person möglicherweise andere Vorstellungen von Design hat als du.

Upwork ermöglicht es Designern auch, Beispiele zu ihrem Portfolio hochzuladen. Während dies von Vorteil für Designer ist, die neu auf der Plattform sind, gibt es keinerlei Verifizierung, um sicherzustellen, dass die gezeigte Arbeit auch tatsächlich von diesem Designer angefertigt wurde. (Eine kurze Recherche sollte Aufschluss darüber geben, ob jemand vertrauenswürdig ist oder betrügt, aber hast du wirklich die Zeit dafür?)

Vorteile:
  • Viel Auswahl bei großer Preisspanne
  • Skill Tests geben dir ein Gefühl für die technischen Fähigkeiten des Designers
Nachteile:

99designs

Auf den ersten Blick scheint 99designs Upwork sehr ähnlich insofern, dass sie zwei grundlegende Wege anbieten, ein Design zu erhalten:

  1. Starte einen Designwettbewerb (Designer finden dich)
  2. Finde und engagiere einen Freelancer (du findest den Designer)

Bei genauerer Betrachtung stellst du allerdings fest, dass sich diese Systeme ein klein wenig unterscheiden und gezielt auf Design zugeschnitten sind. Beide Optionen erleichtern es dir, die Fähigkeiten eines Designers zu beurteilen und jemanden zu finden, dessen Stil perfekt zu deinem Projekt passt.

Starte einen Designwettbewerb

99designs hat das Modell des Designwettbewerbs revolutioniert. Und so funktioniert es:

  1. Du füllst ein Designbriefing aus und wählst einen festen Preispunkt
  2. Designer schauen sich dein Briefing an und wenn sie eine gute Idee haben, kreieren sie ein Mockup und reichen es für den Wettbewerb ein
  3. Du schaust dir die Vorschläge an, gibst Feedback, wählst Finalisten, mit denen du näher zusammenarbeiten möchtest, und kürst schließlich dein Lieblingsdesign zum Gewinner

Als ich auf „Kategorien“ geklickt habe, wurde ich zu einer textbasierten Suchmaschine geführt (mit Optionen, weiter unten zu suchen). Ich gab „Landingpage“ ein und fand problemlos, wonach ich suchte. (Ich habe auch ein paar andere obskure Designanfragen versucht – einschließlich Podcastcover Design und Surfboard Design. Es gibt für so ziemlich alles eine Kategorie und wenn nicht, haben sie die Option „anderes Design“.)

99designs category search

Wenn ich auf die Kategorie Landingpage Design klicke, werden mir die zwei Möglichkeiten angezeigt, mit der Plattform zu arbeiten: Ich kann entweder einen Wettbewerb starten oder einen Designer finden, mit dem ich arbeite. Es gibt auch eine Seite für weitere Informationen (mit vielen bildlichen Beispielen der vergangenen Arbeiten).

Ich klicke auf „Starte einen Wettbewerb“ und werde zu einem Briefingformular geführt, das mich zu bestimmten Informationen zu meinem Unternehmen und meiner Branche befragt. Es fragt mich auch, was das vorrangige Ziel meiner Landingpage ist. Dies Zeigt ein Verständnis dafür, dass im Grafikdesign die Form der Funktion folgen sollte.

Das Briefing fragt auch, welchen Stil ich bevorzuge (Farben und Ästhetik) und stellt Fragen zu Inhalten und Inspiration. Dieses Briefing ist maßgeschneiderter als bei Upwork. Es gibt definitiv mehr auszufüllen und kostet Zeit, aber ich schätze die Detailverliebtheit, da ich so weniger vergesse.

99designs visual brief

Es sei noch erwähnt, dass einige der beliebten Kategorien auf 99designs – wie Logodesign, Buchcover-Design und Verpackungsdesign – sogar noch detailliertere Briefings bieten, mit tollen Funktionen wie dem visuellen Briefing, um deinen bevorzugten Stil zu finden. Dieses Seite wurde definitiv mit Design im Hinterkopf entworfen.

Dann wähle ich einen festen Preis. Höhere Preise haben weitere Vorteile. Die beiden besten Preiskategorien (Gold und Platin) sind nur für geprüfte Designer mit höherem Level verfügbar. Es gibt auch verschiedene Extras, die für Unternehmen hilfreich sein können:

  • Private Wettbewerbe ermöglichen es dir, deine Arbeit aus den Suchmaschinen fernzuhalten. (Sehr gut, wenn du eine Agentur bist, die für Kunden designt und diese nicht wissen sollen, dass du Arbeit auslagerst!)
  • Die Dauer ermöglicht es dir, den Designprozess zu beschleunigen, wenn du eine kurze Abgabefrist hast
Vorteile:
  • Briefing ist auf Grafikdesign zugeschnitten
  • Funktionen ermöglichen es dir, nur mit geprüften Designern zu arbeiten oder deinen Wettbewerb privat zu halten
  • Viele einzigartige Idee für dein Projekt (statt sich auf Portfolios und Vermutungen zu verlassen)
Nachteile:
  • Designer reichen ihre Arbeit ein, bevor sie bezahlt werden; manche haben eher gelernt, das System zu meistern, als andere

Finde und engagiere einen Freelancer

Während 99designs Designwettbewerbe revolutioniert haben, machen sie es einem auch leicht, direkt einen freiberuflichen Designer zu finden und zu engagieren. Es ist wirklich einfach, diese Funktion zu finden: Wähle einfach „Finde einen Designer“ in der Navigation oben auf der Homepage.

99designs designer search

Von dort kann ich dann Designer suchen, basierend auf Kategorien und Branchenspezialisierung, geprüftem Designlevel, kürzliche Aktivität und gesprochener Sprache. Es gibt auch eine Stichwortsuche, in die ich einfach „Landingpage“ eingeben konnte und über 3.000 Ergebnisse erhielt.

Die Ergebnisse liefert eine Liste an Designern mit Namen, geprüftem Designerlevel, Spezialgebiet und am wichtigsten: Bildern! Ich bekomme sofort einen Vorgeschmack auf den Stil des Designers. (Wenn du mehr als 5 Designer in deinen Ergebnissen sehen willst, musst du dir einen kostenlosen Account anlegen.)

Sobald ich auf ein Profil klicke, sehe ich als Erstes ein Portfolio (welches nur auf 99designs entworfene Designs anzeigt, wodurch die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass es sich um Betrug handelt). Wenn mir gefällt, was ich sehe, gibt es auch noch die Möglichkeit, mehr über den Designer zu erfahren – einschließlich Biografie, Statistiken über ihre vergangenen Arbeiten und Spezialgebiete. Man kann leider die Ausbildung nicht sehen und, obwohl es einen Abschnitt für Zertifikate gibt, wurden nicht viele Zertifikate auf den gefundenen Profilen aufgelistet. Und schließlich gibt es den Bereich „Service“, wo Designer die Möglichkeit haben, mir zu sagen, was sie für bestimmte Arten von Designs berechnen (nicht alle Designer machen das).

Vorteile:
  • Profile, die sich auf Portfolios konzentrieren, machen eine visuelle Suche leicht
  • Die Möglichkeit, nach geprüften Designerleveln zu suchen
  • Zeigt nur Designs, die auf 99designs erstellt wurden (weniger Betrug)
Nachteile:
  • Man muss sich anmelden, um die gesamten Suchergebnisse zu sehen
  • Zeigt nur Designs, die auf 99designs erstellt wurden (man hat evtl. keinen Gesamtüberblick)

Designtools und Prozess

Wenn du jemals mit einem freiberuflichen Designer gearbeitet hast, (besonders online, vielleicht über mehrere Zeitzonen hinweg) weißt du, dass der Prozess eine ziemliche Herausforderung sein kann. Wie überarbeitest du das Design und gibst Feedback dazu? Welche Kopfschmerzen wird dir der ganze Papierkram bereiten und jemanden in einem anderen Land zu bezahlen?

Auch wenn uns die Möglichkeit gefällt, auf Upwork nach Stunden zu bezahlen (was auf 99designs nicht geht), eignet sich 99designs insgesamt doch besser, dir den Designprozess zu erleichtern. Dies wird dir Zeit und Frust ersparen.

Upwork

Upwork ermöglicht es dir, mit einer großen Bandbreite an Freelancern zu arbeiten. Von daher sind ihre Tools sehr allgemein gehalten, aber das was sie haben, funktioniert gut.

Upwork communication tools

Designüberarbeitung und Feedback

Sobald du einen Job angefangen hast, kannst du mit deinem Freelancer hin und her schreiben. Du kannst auch so ziemlich jedes Dateiformat hochladen. Es ist ein unkomplizierter Prozess, aber ohne Abstufungen für designspezifische Bedürfnisse. Du kannst beispielsweise keine Anmerkungen in einem Bild machen, sofern du es nicht heruntergeladen, ein Bildbearbeitungsprogramm gestartet und es wieder hochgeladen hast.

Verträge und Bezahlung

Upworks Geschäft basiert darauf, diese Sachen zu erleichtern. Es ist sehr einfach, deinem Vertrag eine Vertraulichkeitserklärung hinzuzufügen. Sie kümmern sich auch um alle Zahlungseinzelheiten, einschließlich Währungsumrechnung. Es gibt ein System zur Erfassung der Stunden, wenn du auf Stundenbasis mit einem Freelancer arbeitest. (Dieses gibt dir sogar die Möglichkeit, eine Stundenobergrenze für deinen Freelancer festzulegen, damit du innerhalb deines Budgets bleibst.)

99designs

Da 99designs auf Grafikdesign zugeschnitten ist, sind ihre Tools darauf ausgerichtet, diesen Prozess zu erleichtern.

Designüberarbeitung & Feedback

99designs feedback

Hier trumpft 99designs wirklich auf, besonders wenn du einen Designwettbewerb abhältst. Wie oben bereits erwähnt, bieten sie ein detailliertes Designbriefing, welches dich Schritt für Schritt durch den Prozess führt und sicherstellt, dass du nicht versehentlich etwas vergisst.

Auch Feedback geben ist ein Kinderspiel. Du hast die Möglichkeit, Nachrichten mit den Designern auszutauschen. Du kannst jedoch auch problemlos eine Vorschau der Designs anzeigen lassen und ein für dieses Design spezifisches Feedback abgeben. Wenn du es eilig hast, kannst du einem Designer schnell eine Sternebewertung geben, um ihn zu informieren, ob er auf dem richtigen Weg ist. Du kannst zudem allgemeine Kommentare abgeben oder einen bestimmten Abschnitt des Designs mit Anmerkungen versehen, um genau das zu erhalten, was du möchtest.

Und wenn Worte nicht ausreichen, kannst du einzeichnen, was du gerne geändert haben möchtest.

Es gibt noch ein paar andere Vorteile, von denen du nicht mal wusstest, dass du sie brauchst (momentan sind diese nur bei Designwettbewerben verfügbar):

  • Du kannst Umfragen zu deinen Lieblingsdesigns erstellen und sie an Kunden oder Kollegen schicken, um Feedback zu erhalten
  • Die eingebaute Adobe Stock Integration macht es extrem einfach, Stockbilder zu nutzen und zu kaufen, um sie in deinen Designs zu nutzen (du kannst auch Stockbilder anderer Anbieter verwenden, wenn du magst)
  • Integration von Slack, damit dein Team problemlos miteinander über die eintreffenden Design sprechen kann

Der eine Nachteil, den ich beim Prozess auf 99designs gefunden habe, ist, dass es keine Möglichkeit für einen Designer gibt, bei einem Wettbewerb ein Design zu überarbeiten. Wenn er also etwas hochlädt und du eine kleine Änderung vorschlägst, zum Beispiel eine andere Farbe, ist die nächste hochgeladene Datei ein komplett eigenständiges Design. Das macht es ein bisschen schwierig, kleine Änderungen zu verfolgen, aber das ist ein geringes Opfer, angesichts der Tatsache, wie leicht das Geben von Feedback ansonsten ist.

Verträge & Bezahlung

Auch das ist super einfach auf 99designs. Es gibt ein Tool für eine Vertraulichkeitsvereinbarung bei Wettbewerben (sie haben sogar eine Vorlage, wenn du keine eigene hast). Leider ist dies momentan nicht für die Arbeit mit einem Freelancer verfügbar.

Die Bezahlung ist einfach: Du bezahlst die ausgemachte Summe im Voraus und 99designs behält das Geld, bis die Arbeit erledigt ist. (Das Geld wird automatisch an den Designer weitergeleitet, sobald der Auftrag als erledigt markiert ist.) Sie kümmern sich auch um all die komplizierten Dinge wie internationale Zahlungen.

Preis

Letzten Endes gibt es eine so große Bandbreite an Preisen auf beiden Seiten, dass es unmöglich ist, 99designs oder Upwork zum „Gewinner“ zu erklären. So sehen ihre Preismodelle aus:

Upwork

Wenn du einen Freelancer auf Upwork engagierst, handelt ihr einen Preis aus, mit dem ihr beide einverstanden seid. Es gibt die Möglichkeit, nach Stunden zu bezahlen oder nach Projekt. Sobald ihr euch auf einen Preis geeinigt habt:

  • Nimmt Upwork einen Prozentsatz der Gesamtsumme (5 – 20% von Designern, abhängig von ihren Verdiensten mit jedem Kunden)
  • Für Kunden erhebt Upwork eine Bearbeitungsgebühr von 3% bei den meisten Transaktionen.

Upwork bietet auch einen Pro- und Unternehmensservice. Für weitere Informationen dazu siehe unten.

99designs

Wenn du dich für einen Wettbewerb entscheidest, wählst du ein Paket mit einem festen Preis. Es gibt vier Preisstufen – Bronze, Silber, Gold und Platin – und die Preise variieren je nach Designkategorie.

landing page pricing 99designs
99designs‘ Preise für Landingpage-Design zum Zeitpunkt, als der Artikel verfasst wurde
facebook cover prices 99designs
99designs‘ Preise für Facebook Cover Design zum Zeitpunkt, als der Artikel verfasst wurde

99designs verrät nicht genau, wie viel Prozent der Wettbewerbsgebühr an den Designer gehen.

Wenn du direkt mit einem Freelancer auf 99designs arbeitest, handelt ihr beide einen Preis miteinander aus. Das System ist auf die Zahlung pro Projekt ausgelegt. Sobald ihr euch auf einen Preis geeinigt habt, erhebt 99designs eine Gebühr in Höhe von 5% von Kunden.

Qualität

Genau wie beim Preis ist es schwierig, einen direkten Vergleich der Gesamtqualität anzustellen. Beide Seiten haben wunderbare Designer und beide haben Designer, die zu wünschen übrig lassen. Hier sind ein paar Beispiele der Arbeiten, die du auf der jeweiligen Seite findest:

Logo designt auf 99designs. Von brandsformed®.
Website designt auf 99designs. Von dsky.
Etikett designt auf 99designs. Von Martis Lupus.
Logo designt auf Upwork. Von Tetiana F..
Website designt auf Upwork. Von Estuardo O..
Etikett designt auf Upwork. Von Snezhina M..

An dieser Stelle gebe ich 99designs einen kleinen Vorteil, weil es einfacher ist herauszufinden, welche die hochkarätigen Designer sind. Ihr Designer Quality Team überprüft jeden Top Level und Mediumlevel Designer. Und du findest problemlos Designer mit diesem Prädikat in der Designersuche oder indem du dir das Profil des Designers ansiehst.

Upwork zeigt einen sogenannten Job Success Score auf ihren Profilen an, der zwar auch etwas wert ist, aber nicht unbedingt ein Synonym für Qualität ist.

Besondere Produktfunktionen

Sowohl Upwork als auch 99designs haben besondere Features, um dein Erlebnis auf der Seite einfacher zu gestalten. Hier sind ein paar, die mir als besonders nützlich aufgefallen sind:

Upwork Features

  • Zahlungsversicherung
    Du bezahlst nur für Arbeit, die du genehmigt hast, und kannst Grenzen setzen. Wenn du also mit jemandem arbeitest, der 30 € die Stunde berechnet, kannst du eine Grenze von 5 Stunden festlegen und dir werden nicht mehr als 150 € berechnet.
  • Mobile Apps
    Upwork hat sehr gut bewertete Mobile Apps, die eine reibungslose Kommunikation mit den Designern ermöglichen, wenn du nicht an deinem Computer bist.
  • Privatsphäreeinstellungen
    Du kannst entscheiden, ob dein Job für jeden sichtbar ist (einschließlich Suchmaschinen/der Öffentlichkeit), nur für Upwork-Nutzer oder eingeladene Freelancer.
  • Erlaubnis, Designs zu posten
    Nachdem du mit ihnen gearbeitet hast, benötigen Designer deine Erlaubnis, ihre Arbeit an deiner Marke in ihrem Portfolio zu posten.
  • Einfache, weltweite Zahlungen
    Upwork kümmert sich um die Bezahlung aller Freelancer außerhalb der USA, daher musst du nicht herausfinden, wie man Geld überweist oder hohe gebühren dafür zahlen.

99designs Features

99designs bietet einen Rund-um-die-Uhr-Support von echten Menschen (und keinen Pinguinen). Von **Faith**.
  • Toller Kundenservice & Support Manager für Platinwettbewerbe
    Möchtest du gern mit einem Menschen reden? 99designs hat einen Online Chat Support, der Rund um die Uhr verfügbar ist und einen Telefonsupport, der Montag – Freitag erreichbar ist. Sie bieten jedem kostenlose Designberatung. Zusätzlich hast du nicht nur Zugang zu den besten Designern der Seite, wenn du für einen Platinwettbewerb bezahlst, sondern bekommst auch einen zugewiesenen Support Manager, der dir hilft,  dein Briefing zu schreiben und den richtigen Designer zu finden.
  • Private Wettbewerbe
    Gegen eine kleine Gebühr kannst du auf 99designs deinen Wettbewerb auf privat stellen, wodurch du für Suchmaschinen unsichtbar wirst und Designer eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben müssen, um ihn sich anzusehen.
  • White Labeling
    Wenn du für Kunden designst, ist dieses Feature großartig! Es ermöglicht dir, die Designs von 99designs ohne ihr Branding deinen Kunden zu zeigen. Dadurch sieht es aus, als käme das Design von dir.
  • Zahlungsversicherung
    Du bezahlst im Voraus, aber 99designs hält das Geld, bis du komplett zufrieden bist mit der Arbeit, und zahlt den Designer erst aus, sobald alles fertig ist.
  • Geld-zurück-Garantie bei Wettbewerben
    Wenn dir die Designs der ersten Runde deines Wettbewerbs nicht gefallen, zahlt dir 99designs garantiert dein Geld zurück.
  • Einfache, weltweite Zahlungen
    99designs kümmert sich um die Bezahlung aller Freelancer, die außerhalb deines Landes arbeiten, daher musst du nicht herausfinden, wie man Geld überweist oder dafür hohe Gebühren zahlen.

Optionen für Agenturen und Pros

Wenn du eine Agentur bist und eine dieser Plattformen nutzen möchtest, um Designs für deine Kunden zu erhalten, kannst du die Seiten so nutzen, wie oben erwähnt. Aber du bist auch klug genug zu wissen, dass das Lernen neuer Tools, die ordentliche Überprüfung von Designern und Feedback geben ein zeitaufwendiger und frustrierender Prozess sein kann. Und deine Zeit ist Geld.

Zum Glück bieten sowohl 99designs als auch Upwork Pro-Optionen, die den Prozess straffen, um deinen Bedürfnissen noch mehr gerecht zu werden. Beide haben Vor- und Nachteile, aber wenn du eine Digital-, Marketing- oder Branding-Agentur bist, passt 99designs vermutlich besser zu dir.

99designs Pro für Agenturen

99designs Pro für Agenturen bietet einen Onboarding-Prozess, der dir den Erfolg garantiert.

Für 500 € weisen sie dir einen Success Manager zu, der dir bei der Erstellung deiner ersten drei Jobs hilft – sowohl bei Wettbewerben als auch der direkten Zusammenarbeit mit einem Freelancer. Dieser Success Manager wird:

  • sich die Zeit nehmen, dein Unternehmen und die Probleme zu verstehen, die du lösen möchtest, und dich dann zu den richtigen Tools und Produkten auf der Plattform führen, um diese Probleme zu lösen;
  • dir helfen, talentierte, geprüfte Designer zu finden, die zu deinem Projekt passen (sowohl in Sachen Skills als auch Stil).

Als Teil der Zugangsgebühr bekommst du auch die uneingeschränkte Möglichkeit, deine Wettbewerbe auf privat zu stellen und ihren White Labeling Service für ein Jahr zu nutzen (beides kostet normalerweise zusätzlich). Wenn Privatsphäre für dich nicht wichtig ist, bekommst du auch kostenlose Upgrades, wodurch Designer deine Wettbewerbe als erstes sehen, was zu 20% mehr Angeboten führt.

Abgesehen von dieser Zugangsgebühr bezahlst du für das, was du möchtest. Du kannst einen Wettbewerb auf jedem Level starten oder direkt auf der Seite mit einem Freelancer arbeiten.

Vorteile
  • Einmalige Gebühr
  • Success Manager bietet so viel oder wenig Support, wie du möchtest, während der ersten 3 Jobs.
  • Privatsphäre, White Labeling und vorrangige Platzierung des Wettbewerbs für ein Jahr.
  • Möglichkeit, geprüfte, handverlesene Designer direkt zu engagieren oder einen Wettbewerb zu starten, um viele Ideen für deine Kunden zu bekommen, damit du ein virtuelles Team von Freelancern aufbauen kannst.
  • Keine Begrenzung der Anzahl der Designer, die du engagieren kannst, damit du einen Spezialisten für all deine Projekte findest.
Nachteile
  • Es sind nur Designer, daher musst du dich woanders umsehen, wenn du etwas programmiert oder andere Arbeiten erledigt haben möchtest.
  • Manche der tollen Designtools sind nur bei Wettbewerben verfügbar.
  • Das Projektmanagement ist recht eingeschränkt. Sie helfen dir, ein Projekt oder Wettbewerb auf den Weg zu bringen und gute Designer zu finden, aber du musst immer noch selbst mit anpacken.

Upwork

Upwork bietet zwei Optionen für Unternehmen, die nach mehr Support suchen: Pro und Enterprise.

Pro

Upworks Pro Plan ähnelt dem von 99designs insofern, dass der größte Vorteil darin liegt, dass Upwork dir einen Talent Specialist zuweist, um dein Leben einfacher zu gestalten und dich mit den richtigen Leuten für den Job zusammenbringt. Dieser Talent Specialist wird deine Anforderungen an einen kleinen Pool von Freelancern weiterleiten und ein paar gute Optionen für dich finden.

Für jede Freelancer-Suche berechnet Upwork dir 500 $ plus 10% zusätzlich zur Schlussrechnung und die 2.75% Transaktionsgebühr, die wir im Abschnitt über Preise bereits erwähnt haben. (Und vergiss nicht, dass sie noch einen Anteil von der Vergütung des Designers nehmen.) Wenn du nur einen Freelancer engagieren willst, mit dem du regelmäßig zusammenarbeitest, entspricht dieser Preis so ziemlich dem von 99designs.

Den größten Vorteil bietet Upwork natürlich, wenn du etwas brauchst, das nichts mit Design zu tun hat. Brauchst du jemanden, der dir beim Kundenservice hilft? Auch das können sie dir bieten.

Vorteile
  • Alle Arten von Freelancer für all deine Bedürfnisse.
  • Talent Specialist hilft dir, kompetente Designer zu finden.
  • Zugang zu handverlesenen Freelancern (die nicht für andere Upwork-Nutzer verfügbar sind).
Nachteile:
  • Du bezahlst 500 $ pro Engagement, was recht teuer werden kann, wenn du mehrere Leute für verschiedene Jobs brauchst.
  • Höhere Gebühren pro Job im Vergleich dazu, wenn du den Job selbst in Auftrag gibst (12.5% vs. 2.75%)

Enterprise

Upwork bietet auch einen Enterprise Plan für sehr große Unternehmen, der auf deine spezifischen Bedürfnisse angepasst wird und einen Account Manager mit sich bringt. Die Preise sind nicht auf der Website gelistet und interessierte Marken müssen einen Preis anfordern.

Diese Option ist nur für sehr große Unternehmen zu empfehlen, die fortlaufend Freelancer benötigen.

99designs vs Upwork: Meine Wahl

99designs community
von rururara

Sowohl 99designs als auch Upwork sind angesehene Unternehmen mit soliden Produkten, die dir mit Freelancern helfen können.

(Dies ist der Punkt, an dem ich dazu sagen muss, dass ich für 99design arbeite und dies auf dem 99designs Blog veröffentlich ist. Ich habe mein Bestes gegeben, einen fairen Überblick über beide Seiten zu schreiben.)

Letzen Endes ist Upwork super, wenn du Verträge für mehrere Freelancer in verschiedenen Bereichen managen musst. Wenn du allerdings nach einem Design oder Designern suchst, empfehle ich unbedingt 99designs.

Die Preise und Qualität beider Seiten sind vergleichbar (obwohl das System der 99designs Designerlevel es ein wenig einfacher macht, talentierte, handverlesene Designer zu finden). Aber 99designs bietet mehr Designkategorien, lässt dich entweder Wettbewerbe starten oder einzelne Freelancer engagieren und sie haben eine Suchfunktion, Tools und Briefings, die auf die Arbeit mit Designern zugeschnitten sind, wodurch der gesamte Prozess reibungslos wird.

Möchtest du 99designs ausprobieren?
Erfahre mehr darüber, was du designen lassen kannst und wie.