Podcasts sind ein beinahe ausschließlich auditives Erlebnis. Du erzeugst eine intime Verbindung zu deinem Publikum, indem du ihnen im Grunde eine Stunde lang ins Ohr flüsterst, manchmal täglich. Wenn du also einen Podcast für dein Unternehmen oder sogar deine persönliche Marke startest, macht es Sinn, sich auf die Audioqualität zu konzentrieren. Bevor deine Worte allerdings die Ohren deiner Zuhörer erreichen, gibt es einen Bereich, in dem das Visuelle genauso wichtig ist: das Podcast-Cover.

Dein Podcast-Cover ist das erste, das deine Zuhörer sehen, wenn sie auf ihren iPod schauen, Stitcher durchstöbern oder auf ihrem Telefon danach suchen. Es ist ein visueller erster Eindruck deines Podcasts und davon, was du versuchst zu sagen. Ein gutes Cover ist eine der Voraussetzungen, zu einem empfohlenen Podcast bei iTunes zu werden.

podcast cover for Ask the mentor
Dieses coole Design für ein Podcast-Cover von green in blue zeigt Charakter, durch die Verwendung eines Collagen-Designs mit einem Mix von geometrischen Formen und Kritzeleien.

Wie also repräsentierst du deinen Sound mit einem Cover Design? Bei uns bist du genau an der richtigen Stelle! In diesem Artikel werden wir dich Schritt für Schritt durch den Prozess führen:

  1. Bevor du mit dem Designen deines Podcast-Covers beginnst
  2. Einschränkungen und Anforderungen für Podcast-Cover
  3. Mit deinem Podcast-Cover beginnen
  4. Überlege, wo dein Podcast-Cover verwendet werden wird
  5. Wähle einen Stil für dein Cover
  6. Gib deinem Cover etwas Farbe
  7. Lass deine Typografie sprechen

1. Bevor du mit dem Designen deines Podcast-Covers beginnst

Frage dich: Worum geht es in deinem Podcast? Wer sind deine Zuhörer? Und welches Gefühl möchtest du hervorrufen? Podcast-Cover Design von Caio Resende.

So aufgeregt du auch über dein neues Podcast-Unterfangen bist, du kannst nicht einfach ins kalte Wasser springen und anfangen, ein Cover zu zeichnen. Du musst deinen Enthusiasmus auf das konkrete Produkt lenken.

Der erste Schritt besteht darin, dir ein paar wichtige Fragen zu stellen: Was ist dein Podcast und wer sind deine Zuhörer?

Denke darüber nach, worum es in deinem Podcast wirklich geht. Sei so genau wie möglich. Sagen wir, dein Podcast dreht sich um Filme. Dreht er sich um Filme im Allgemeinen? Ein bestimmtes Filmgenre? Eine bestimmte Filmreihe?

Ist dein Podcast für Beginner oder ist er für fortgeschrittene Zuhörer, wie dieser Schweizer Marketing-Podcast. Cover Design von RobertV.

Doch einfach nur deutlich das Thema zu kommunizieren reicht noch nicht aus. Denke auch über den Ton deines Podcasts nach. Wenn du über Politik berichtest, tust du das auf eine schnörkellose, berichtende Art und Weise? (Falls dem so ist, juhu! Wir brauchen mehr davon.) Machst du es auf eine bissige, lustige Art? Ist es eine Podiumsdiskussion oder sprichst nur du allein?

Dies alles sind berechtigte Entscheidungen, aber sie sind alle unterschiedlich, daher müssen sie auf unterschiedliche Arten präsentiert werden.

Die zweite Frage ist genauso wichtig wie die erste: Wer ist deine angestrebte Zielgruppe? Du kannst natürlich mit breit angelegten Kategorien wie Alter und Geschlecht anfangen. Aber denke auch darüber nach, weshalb jemand daran interessiert sein sollte, dir dabei zuzuhören, wie du über dieses Thema sprichst. Sind sie bereits Anhänger? Oder willst du Menschen erreichen, die mit dem Thema bisher nicht vertraut sind?

Vergiss nicht, der Zweck deines Podcast-Covers besteht darin, dein Publikum anzuziehen. Daher ist es sehr wichtig, zuerst zu verstehen, wer sie sind und was sie wollen.

2. Einschränkungen und Anforderungen für Podcast-Cover

Ein quadratisches Format kann eine Herausforderung sein, aber auch eine Chance. Podcast-Cover designt von  curiouscase .

Einschränkungen können dich kreativer machen. Sie zwingen dich dazu, darüber nachzudenken, was du wirklich mit deinem Cover vermitteln willst und was überflüssig ist.

Die allerersten Einschränkungen sind die Formatanforderungen durch dein Podcastverzeichnis oder Verzeichnisse. (Das ist der technische Name für Stitcher, Soundcloud, iTunes, Google Play, etc.) Glücklicherweise sind die Anforderungen an das Podcast-Cover überall so ziemlich die gleichen. Hier sind die Regeln von iTunes:

Podcasts enthalten ein Cover mit einer minimalen Größe von 1400 x 1400 Pixeln und eine maximale Größe von 3000 x 3000 Pixeln, 72 dpi, in JPEG oder PNG Format mit entsprechender Dateiendung (.jpg, .png) im RGB-Farbraum. Um Bilder für Mobilgeräte zu optimieren, empfiehlt Apple, deine Bilddateien zu komprimieren.

wedding photographer logo
Dieses Logo von LazarVladisavljevic ist klar und deutlich in allen Größen. Die runde Blendenform passt gut in den quadratischen Rahmen.

Diese Regeln sind allerdings nicht endgültig. In der Vergangenheit betrug die minimale Covergröße 300 x 300. Da die Menschen Podcasts auf immer mehr Geräten hören, von Telefonen bis hin zu Fernsehgeräten mit immer besseren Bildschirmen, werden die Anforderungen an die Größe wahrscheinlich nur größer. Wir empfehlen ein Cover zu erstellen, das näher an 3000 x 3000 liegt, um dir später den Ärger zu ersparen, die Größe ändern zu müssen.

Neben der Größe des Bildes ist die größte Einschränkung, dass es quadratisch sein muss. Das ist ein ungewöhnliches Format, im Zeitalter der Breitbild-Fernseher und hochauflösenden Handydisplays, die sich sowohl vertikal als auch horizontal drehen. Es ist allerdings sehr vielseitig und funktioniert unabhängig davon, ob dein Bildschirm groß oder breit ist. Etwas zu entwerfen, das in einen quadratischen Rahmen passt, kann knifflig sein, aber das ist Teil der kreativen Einschränkungen.

 3. Mit deinem Podcast-Cover beginnen

Eines der ersten Dinge, für die du dich entscheiden musst, ist, ob du ein Foto oder eine Zeichnung für dein Podcast-Cover verwenden willst. Und genauso wichtig: ein Foto wovon?

Fotografie tendiert dazu, Echtheit zu implizieren. Wir denken naturgemäß, dass ein Foto etwas Reales darstellt. Podcasts über Nachrichten, Wissenschaft und andere Themen, die auf Fakten basieren, wollen selbstverständlich, dass der Zuhörer den Inhalt als real betrachtet. Aber selbst wenn du einen fiktiven Podcast kreierst, können Fotos dafür sorgen, dass es sich real anfühlt.

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Logo, bei dem das Gesicht im Mittelpunkt steht. Designt von Dhery™

Natürlich können Foto stilisiert sein, aber niemals so sehr, wie eine echte Zeichnung. Grafikdesign für dein Podcast-Cover zu verwenden, erlaubt es deinem Podcast, alles Mögliche zu sein. Sorge für eine Stimmung und erschaffe die Welt deiner Show, noch bevor dein Publikum mit dem Hören beginnt.

Aber egal, ob es ein Foto oder eine Illustration ist, was sollte dein Cover tatsächlich darstellen? An dieser Stelle erweist sich die kurze Selbstbetrachtung von vorhin als nützlich. Wenn sich der Podcast um die Persönlichkeit des Moderators dreht, ist nichts ausmerksamkeitsstärker als das Gesicht dieser Person. Der von dir gewählte Gesichtsausdruck kann die Stimmung oder Gefühle des Betrachters reflektieren und sogar inspirieren.

Wenn sich die Show nicht nur um dich oder den Moderator dreht, beginne mit dem, worum es sich tatsächlich dreht. Wenn es eine Auto-Show ist, stelle ein cooles Auto in deinem Logo dar; wenn es um Natur geht, zeichne eine Tierwelt. Vergiss nicht, an dein Publikum zu denken. Stehen sie auf Muscle-Cars? Monster Trucks? Klassische Sportwagen? Hab keine Angst davor, sehr genau zu sein.

4. Überlege, wo dein Podcast-Cover verwendet werden wird

Wie wir oben bereits besprochen haben, muss deine Illustration definitiv als Thumbnail im Podcastverzeichnis funktionieren. Aber du wirst sie wahrscheinlich auch anderswo verwenden, wie in deinen sozialen Medien und Visitenkarten.

Wie bei vielen Logoarten, ist Vielseitigkeit der Schlüssel. Sorge dafür, dass deine Illustration nicht so überladen ist, dass sie auf einem iPod nicht zu entziffern ist, aber auch nicht so dürftig, dass sie auf deiner Homepage langweilig wirkt.

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Dieses Farm-to-Table-Logo zeigt mit seiner Mikrofon-Form, dass es sich um einen Podcast handelt. Designt von bayuRIP

Eine weitere Sache: Stelle sicher, dass das Publikum weiß, dass es ein Podcast ist. Ich weiß, das klingt offensichtlich, aber es kann leicht übersehen werden. Wenn jemand einen deiner cleveren Tweets sieht, während er durch Twitter scrollt, soll er erkennen, dass du ein Auto-Podcast bist und nicht ein Autohändler.

Du könntest einen Namen wählen, der deutlich macht, dass du ein Podcast bist, aber eine weitere verbreitete Lösung zu diesem Problem ist, die Ikonografie von Podcasts in dein Design einzubauen. Baue entweder ein Mikrofon oder Kopfhörer in dein Logo ein und schon wird ziemlich offensichtlich, dass es sich um ein Logo für etwas handelt, das man sich anhört.

podcast logo
Bierglas als Mikrofon. Logo designt von bayuRIP

 

Manche mögen sagen, dass dies schon an der Grenze zum Klischee ist, da diese Icons sehr abgedroschen sind, aber lass dich davon nicht abschrecken. Sie werden so häufig verwendet, weil sie funktionieren. Achte nur darauf, dir zuerst die Konkurrenz anzusehen. Du könntest dir einen cleveren Weg einfallen lassen, für deinen Microbrewery-Podcast ein Bierglas als Mikrofon zu zeichnen, aber vielleicht ist dir schon jemand zuvorgekommen.

5. Wähle einen Stil für dein Cover

Es gibt sechs grundlegende Designelemente:  Linie, Form, Textur, Umrahmung, Farbe und Schrift. Die Art, in der du sie verwendest, bestimmt den Stil deines Coverdesigns.

Dein Coverstil sollte zum ganzheitlichen Stil deines Podcasts passen. Cover designt von  AMSEN .

Da der Gegenstand deiner Illustration wahrscheinlich die Linie und Form bestimmen wird, werden wir diese nur etwas verschönern. Achte darauf, dass die Linien des Objekts den Blick des Betrachters dorthin lenken, wo sie hinschauen sollen. Egal wie stilisiert du ein Boot für deinen Segel-Podcast zeichnest, die Form sollte nicht so abstrakt sein, dass sie die Vorstellung von einem Boot nicht mehr vermittelt.

Die Textur und Umrahmung sind wieder durch die tatsächliche Größe der Podcast-Illustration eingeschränkt. Zu viel Schattierung und Textur und sie wird zu einem großen Durcheinander auf einem winzigen Musicplayer-Display. Es gibt nur begrenzte Möglichkeiten, ein Gesicht oder einen Körper innerhalb eines quadratischen Bildes zu umrahmen.

Der Schlüssel liegt darin, einen Stil zu wählen, der deinen Podcast widerspiegelt. Spaßig und bunt ist für einen inspirierenden Podcast angemessen, weniger aber für einen über die Geschichte des Holocaust. Ein Retro-Look wird wahrscheinlich Fans von alten Autos ansprechen, aber niemanden, der sich für High-Tech interessiert.

6. Gib deinem Cover etwas Farbe

analogous colors
The color wheel
triadic colors
complementary colors

Konzentrieren wir uns auf die Farbtheorie. Diese beeinflusst dein Logo, egal ob es ein lebensnahes Foto oder eine überstilisierte Zeichnung eines Superhelden ist. Die Farbtemperatur beeinflusst die Stimmung – warme Farben werden mit Energie, Helligkeit und Aktion assoziiert, während kühle Farben dir ein Gefühl von Ruhe, Gelassenheit und Frieden geben.

podcast logo
The complimentary colors in this design by Sava Stoic evoke an aggressive style.
podcast logo
These complementary colors, combined with the jagged lines, create a fun, lively mood. Design by SHANAshay.

Du musst nicht nur mit einer Farbe arbeiten. Komplementärfarben (also Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen) stehen in starkem Kontrast zueinander. Gelb und Lila beispielsweise verleihen einem Bild das gewisse Etwas.

podcast logo
Analogous colors create harmony in this design by Emanuel Ramirez
podcast logo
In this logo by Kike Alapont, the analogoous colorous create a cohesive style.

Analoge Farben wiederum erzeugen ein Farbschema, das sich zusammenhängend anfühlt. Du könntest eine dominante Farbe für dein Logo wählen, zusammen mit einer anderen Farbe, die sich im Farbkreis in der Nähe befindet, um sie zu unterstützen oder akzentuieren. Dein Logo wirkt dadurch geordnet und gewollt.

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Lila, Grün und Orange stehen auf interessante Weise zueinander im Kontrast. Design von Juicide

Aber wenn du wirklich Kontrast erzeugen willst und dabei immer noch in Balance bleiben möchtest, ziehe triadische Farben in Erwägung. Dies sind Farben, die im Farbkreis gleichmäßig verteilt sind. Wenn du ein komplexes Logo hast, können triadische Farben sicherstellen, dass jedes Element visuell eigenständig ist, während es dem Logo als Ganzes ermöglicht, harmonisch zu bleiben.

7. Lass deine Typografie sprechen

In der Welt der Podcasts sind Worte alles, was du hast. Es leuchtet also ein, dass Worte für dein Podcast-Cover ebenfalls sehr wichtig sind.

Die chaotische, handgeschriebene Schriftart in diesem Podcast-Cover von nevergohungry funktioniert perfekt mit dem Horror-Mystery-Stil des Podcasts.

Zu 99% werden die Worte auf deinem Podcast-Cover der Titel deines Podcasts sein. Wenn du eine sehr etablierte Marke hast, kommst du vielleicht mit einer Abkürzung oder Initialen davon. Auf der anderen Seite, wenn du Teil eines Podcast-Netzwerks bist, musst du vielleicht ihr Lettermark einbauen, was schwierig sein kann. Du willst schließlich nicht, dass dein Logo zu vollgestopft ist.

podcast logo
Die simple Schriftart ruft ein fürsorgliches, mütterliches Gefühl hervor. Beachte die Einarbeitung eines Bildes innerhalb des Textes. Design von Nazr

Typografie ist ein Thema für sich, aber für einen Laien, der mit einem Designer zusammenarbeitet, ist es nicht schwierig, die richtige Schriftart zu finden, indem du das Gefühl beschreibst, das du vermitteln möchtest. Eine moderne Schriftart ist schick; eine Serifenschrift ist klassisch; Script ist humanistisch. Die Möglichkeiten sind endlos. Hier ist ein praktischer Guide, um die richtige Schrift für dich zu finden.

Selbst wenn du die perfekte Schriftart gefunden hast, solltest du niemals die Lesbarkeit vergessen. Du darfst den Text nicht zu klein darstellen, da ihn sonst niemand lesen kann. Zu groß und die Worte werden das Bild dominieren und erdrücken. (Vielleicht willst du aber auch genau das; achte einfach darauf, dass es beabsichtigt und nicht aus Versehen geschieht.)

Deine Worte und Kunst arbeiten zusammen in Harmonie

Das perfekte Podcast-Logo kombiniert eine Vielzahl von Elementen, um ein einziges Ziel zu erreichen: dem Publikum zu sagen, wer du bist und weshalb sie dir zuhören sollten. Das kann eine beängstigende Aufgabe sein, besonders da die meisten Podcasts als leidenschaftliche Projekte beginnen. Sie sind persönlich und intim.

Aber das heißt nicht, dass du alles im Alleingang machen musst. Der richtige Designer kann deinen Stil und Ton nehmen und ein Cover erstellen, das diese Stimmung auf allen Plattformen vermittelt.

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