Es heißt, man solle ein Buch niemals nach seinem Cover beurteilen und auch wenn wir glauben, dass dasselbe für Alben gilt – schließlich ist es die Musik, die zählt – hat ein gut designtes Albumcover doch auch etwas für sich. Es ist deine Chance, die Aufmerksamkeit neuer Hörer zu erregen. Es gibt einen visuellen Eindruck der auf dem Album enthaltenen Musik. Ein tolles Albumcover kann jemanden dazu inspirieren, dein Vinyl aus dem Regal zu nehmen, Streaming-Hörer dazu ermutigen, mehr über dich zu erfahren, und deinem Werk eine ganz neue künstlerische Ebene verleihen.

Auch wenn ein originelles und ausdrucksstarkes Albumcover-Design wichtig ist, muss dich der Prozess dahinter nicht abschrecken. Wir haben einen vollumfänglichen Guide zusammengestellt, wie du dein Albumcover designst, angefangen beim ersten Brainstorming bis hin zum Finden des Designstils, der in perfektem Einklang mit deiner Musik ist.

Inhalt

Eye-catching album art for Ben Kessler
Ein aufsehenerregendes Albumcover von Shwin

Bevor du mit dem Designen beginnst

Du möchtest vielleicht am liebsten sofort damit beginnen, deine Vision für dein Albumcover zu zeichnen, aber der erste Schritt jedes Designprozesses sollte erst mal sein, etwas Abstand vom Design zu gewinnen. Statt direkt mit den Ideen für dein Cover loszulegen, solltest du dich zuerst auf eine kleine Identitätssuche begeben – diese wird dir später helfen, wenn du dir dein Design überlegst.

Gehe auf Identitätssuche

1. Wer bist du?

Bei dieser Frage kannst du so existentialistisch sein, wie du magst, aber du solltest dich darauf konzentrieren, wer du als Künstler, Band, Musiker etc. bist. Wie definierst du dich?

2. Wer ist dein Publikum?

Bevor du jetzt gleich „alle“ schreist, denke etwas genauer darüber nach. Wen möchtest du mit deinen Songs erreichen? Wer sind die Leute, die bei deiner Show in der ersten Reihe stehen? Auch wenn es ein gutes Ziel ist, jeden mit deiner Musik erreichen zu wollen, wird dein Publikum doch enger gefasst sein. Du wirst dein Albumdesign besser an die Interessen dieser Menschen anpassen können, wenn du weißt, wer sie sind.

Fleetwood Mac’s iconic Rumours cover
Starke Bilder und Typografie bei diesem klassisches Cover für Rumours von Fleetwood Mac. Via Rhino Records.

3. Was sollen deine Hörer fühlen, wenn sie deine Musik hören?

Musik kann sich manchmal ungreifbar anfühlen – wie könntest du sie in Worten beschreiben? Wann immer jemand Musik macht, hat er eine Vorstellung davon, wie die Leute darauf reagieren sollen. Überlege dir, welche Emotionen deine Hörer haben sollen, wenn sie sich dein Album anhören.

4. Beschreibe deinen Sound in knappen Worten: Wie lauten die Stichwörter?

Der sogenannte Elevator Pitch, also eine kurz gefasste Präsentation, ist genauso wichtig für eine Band oder einen Künstler wie für einen Unternehmensgründer. Du solltest in wenigen Worten beschreiben können, was du tust. Was würdest du also sagen, wenn du in einem Aufzug wärst und 30 Sekunden Zeit hättest, deine Musik zu beschreiben?

Mach dir Notizen

Mach dir ein paar Notizen zu deiner Identitätssuche. Schreibe die Wörter auf, die für dich am meisten Bedeutung haben, damit du bereits ein gutes Gefühl dafür hast, was du erreichen möchtest, wenn du über deine Designelemente nachdenkst. Schließlich ist dein Albumcover ein Weg, um die Identität deiner Marke auszudrücken – so wie du es auch mit deiner Musik machst – daher sollte es zu deinem Sound passen.

Finde Inspiration

Nirvana’s Nevermind cover
Nirvanas Albumcover von Nevermind ist sofort erkennbar. Via Geffen Records.
Pink Floyd’s The Wall cover
Pink Floyds klassische Grafik konzentriert sich auf den Albumnamen und ist dabei sehr minimalistisch. Via Pink Floyd Records.

Als Musiker weißt du, dass Inspiration wichtig ist. Musik taucht nicht einfach aus dem Nichts auf; sie muss aus irgendetwas entstehen. Beim Schreiben eines Songs wirst du vielleicht von einem Ereignis, einem Kunstwerk, einem Bild, einem Sound oder einem Gefühl inspiriert. Auf ähnliche Weise kannst du über das Designen deines Albumcovers denken. Was inspiriert diese visuelle Darstellung? Vielleicht denkst du an dieselben Inspirationen, an die du beim Schreiben deines Songs gedacht hast, und überträgst diese musikalische Inspiration auf Bilder.

Du solltest nicht nur über die Inspiration für deine eigene Arbeit nachdenken, sondern auch darüber, wen du bewunderst, und dich von diesen Werken inspirieren lassen. Welche Albumcover gefallen dir? Was gefällt dir an ihnen? Mach dir dazu Notizen – zusammen mit den Notizen zu deiner Identität werden dir diese helfen, deinen Designprozess einzugrenzen.

Hauptbestandteile deines Coverdesigns

Mingo Fishtrap album cover design
Dieses Design von danc, das einen Wettbewerb gewann, hält Typografie, Farbe und Bildsprache im Gleichgewicht.

Es gibt mehrere Elemente, die bei jedem Albumcover eine Rolle spielen, angefangen mit den Farben und Bildern auf der Vorderseite bis hin zur Typografie und dem Text auf der Rückseite. Jedes Element einzeln zu betrachten wird dir helfen, die Dinge Schritt für Schritt anzugehen, statt sich vom kompletten Design mit einmal überfordern zu lassen.

Farbe

Die Wahl der Farbe ist ein wichtiger Aspekt in allen Designs und dasselbe gilt für Albumcover. Selbst ein Albumcover mit viel Schwarz oder Weiß steht für eine wohlüberlegte Entscheidung: Es ruft ein anderes Gefühl hervor als ein strahlendes, mehrfarbiges Cover, richtig? Bei so vielen zur Auswahl stehenden Farben haben wir uns ein paar unterschiedliche Wege überlegt, dir dabei zu helfen, die richtigen Farben für dein Design zu finden.

Farbpsychologie

Bei Farbe geht es um weit mehr, als es zunächst scheint, und um mehr über Farbenlehre zu erfahren und wie man sie im Branding nutzt, schaue dir diesen umfassenden Guide an. Kurz erklärt, lässt sich sagen, dass Farben uns ein bestimmtes Gefühl geben können. Sie haben eine emotionale Bedeutung, weshalb Unternehmen häufig bestimmte Farben in ihren Logos oder Produktverpackungen nutzen. Dasselbe gilt auch für Albumcover, da du als Musiker möchtest, dass sich dein Publikum auf eine bestimmte Weise fühlt, wenn es deine Musik hört. Das Albumcover – eine visuelle Darstellung deiner Musik – ermöglicht es dir, dieses Gefühl auf eine andere Weise hervorzurufen. Wenn sich deine Hörer beispielsweise glücklich und verspielt fühlen sollen, wenn sie deine Musik hören, solltest du auf Gelb und Orange in deinem Coverdesign setzen. Bei ruhigerer und melancholischerer Musik helfen dunklere Farben, besonders Dunkelblau und Grau, den Ton für dein Albumcover-Design zu bestimmen.

A colorful cover for Solomon Jaye
Dieses Coverdesign von ichnjisan nutzt Farbspritzer auf einem Schwarz-Weiß-Bild.
Retro Youth album cover
Monochromes Albumcover von gilangmhrrm .
Natural High album cover
Dieses Cover besteht aus Orange mit einem Klecks Rot. Für braedon328 von JesuelM

Farbschema

Wenn du eine Farbe gefunden hast, die du gern in deinem Albumcover verwenden möchtest, solltest du auch bei ihr bleiben – wenn es für das White Album der Beatles funktioniert hat, wird es auch für dich funktionieren – aber vielleicht suchst du auch nicht nach einem minimalistischen, einfarbigen Look für dein Cover. Zum Glück gibt es in der Farbenlehre auch Komplementärfarben, damit du einen sekundären und teritären Farbton findest, der zu deiner vorherrschenden Farbe passt.

Monochromatisch bedeutet, dass du nur eine einzige Farbe nutzt, aber es kann eine Farbe in vielen Schattierungen sein, um mehr Dimension zu erzeugen. Das überwältigende Gefühl eines monochromen Covers entsteht aus Einfachheit und Minimalismus. Es kann dazu genutzt werden, eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen, oder als Weg für den Künstler, die Musik für sich sprechen zu lassen. Dies kann eine mutige Entscheidung sein.

complementary color scheme
analogous color scheme
triadic color scheme

Du hast vermutlich schon mal einen Farbkreis gesehen, der sich wunderbar eignet, um Farben zu wählen, die gut funktionieren. Für Komplementärfarben gilt die Regel, dass die Farbe, die einer Farbe im Farbkreis direkt gegenüber liegt, diese am besten ergänzt – wenn du also Gelb gewählt hast, wäre Violett die passende Wahl. Komplementärfarben holen das Beste aus sich heraus und können dynamische Bilder erzeugen.

Du kannst dich auch für analoge Farben entscheiden – Farben, die auf dem Farbkreis nah beieinander liegen und so von Natur aus harmonisch sind. Dies gibt dir mehr Dimension als monochrome Farben, aber sie können sich immer noch zu ähnlich sehen – sie stechen möglicherweise nicht so sehr heraus wie Komplementärfarben.

Eine weitere Option sind triadische Farben, welche aus drei gleichen Abschnitten auf dem Farbkreis bestehen. Diese neigen dazu, anregender zu sein als analoge Farben, aber die Bedeutung der Farben passen eventuell nicht so gut zusammen, falls du Farbpsychologie nutzen möchtest.

Foes album cover
Albumcover mit beißenden Farben von JETARTS.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Farbschemata kann eine Band oder ein Künstler auch anachronistischere Farben nutzen. Statt Farben zu wählen, die harmonisch zusammenpassen, kannst du auffällige Kombinationen wählen, um ein anderes Gefühl hervorzurufen. Dies kann Unangepasstheit suggerieren, an psychedelische Inspiration erinnern oder den Betrachter schlicht schockieren. Schau dir die beißenden Farben im Foes-Album von JETARTS an – auf jeden Fall visuell schockierend. Natürlich solltest du dir wieder deine Fragen zu deiner Identität ansehen und überlegen, wie sich der Hörer fühlen soll, bevor du dich für wilde Farbkombinationen entscheidest.

Typografie

Risk It All album cover
Dieses Albumcover von Syarief. verwendet eine serifenlose Schrift.
Artistic album cover for Sunlight Dancer
Dieses Cover von ichnjisan nutzt eine Script Font.
Album cover design for Live Again
Albumcover-Design mit Serifenschrift von ASEEL.

Genau wie bei den Farben, können auch die Schriftarten für dein Albumcover dabei helfen, die Persönlichkeit deiner Marke zu vermitteln. Es ist auch wichtig, darüber nachzudenken, an welchen Stellen du überall Typografie haben möchtest – beim Albumtitel und Bandnamen, der Titelliste auf der Rückseite und auf der Innenseite des Albumcovers.

Serifenschriften sind der Klassiker in Sachen Schriftarten. Diese zeichnen sich durch ihre Serifen aus – die kleinen Füßchen am Ende des Buchstaben. Serifenschriften werden als seriöser und traditioneller betrachtet, Times New Roman und Cambria sind bekannte Beispiele. Serifenschriften passen gut zu klassischer und akustischer Musik und zu Opern.

Serifenlose Schriften sind Schriftarten ohne Serifen, sie haben also nicht diese kleinen Füßchen. Helvetica und Arial sind häufig genutzte serifenlose Schriften. Diese Schriftarten werden als moderner und straffer betrachtet als Serifenschriften. Serifenlose Schriften können mit einer Vielzahl von Musik verwendet werden, einschließlich Electro und Indie Rock. Sie sind eine vielseitige Wahl für moderne Musik.

Diamond morning album cover design
Dieses Albumcover kombiniert serifenlose Schriftarten und Script Fonts. Design von Rudzate.

Script Fonts sind kursive Schriftarten, welche Handschrift imitieren. Sie reichen von sehr traditionell und verziert bis hin zu verspielt und sogar chaotisch. Durch die verschiedenen Stile der Script Fonts kann man sie dazu verwenden, um eine Vielzahl von Gefühlen hervorzurufen. Script Fonts werden für eine große Bandbreite an Musik genutzt – kritzelige, chaotische Schriftarten können für Alternative Rock verwendet werden, wohingegen eine Schrift im Stile einer akkuraten Unterschrift für einen zeitgemäßen Solokünstler genutzt werden könnte.

Wie der Name bereits vermuten lässt, sind Display Fonts dekorativ und sollen etwas darstellen. Sie werden auch Novelty Fonts genannt und sind häufig auf Buchcovern oder Schildern zu finden. Genau wie Script Fonts gibt es eine ganze Bandbreite an Stilen dieser Schriftart. Gothic Display Fonts sind häufig auf Heavy-Metal-Alben zu finden und eine verspielte, quirlige Display Font könnte für ein Album mit Kindermusik verwendet werden.

Da du an verschiedenen Stellen deines Albumcovers Text benötigen wirst, kannst du eine Kombination dieser Schriftstile nutzen. Du könntest dich beispielsweise für eine Script Font oder Display Font für deinen Albumtitel entscheiden und eine lesbarere Schriftart für deine Titelliste und andere wichtige Infos wählen. Die Typografie auf der Vorderseite des Covers kann künstlerischer gestaltet werden als die Rückseite, wo die Lesbarkeit wichtiger ist.

Bilder und Stil

Dorian album cover
Dieses Albumcover für DORIAN von subsistudios wird dominiert von einem Portrait aus der Kindheit.
Spoken Word album cover
Ein minimalistisches Albumcover-Design von Creative Spirit ® konzentriert sich auf eine simple Grafik und Farbe.
Cael Da Dian album cover
Dieses Albumcover von JETARTS nutzt eine bunte, grafische Darstellung des Gesichts des Künstlers.

Nach den Farben und der Typografie sind die Bilder der wichtigste Teil jedes Albumcovers. Musiker nutzen häufig Fotos, besonders von der Band oder dem Künstler, aber beinahe alles ist möglich, von abstrakten Grafiken bis hin zu Zeichnungen und Collagen.

Wir haben ein wenig über Farbpsychologie gesprochen und auch bei Bildern spielt Psychologie eine gewisse Rolle. Bilder von Gesichtern – ob Foto oder Zeichnung – fallen mehr auf als andere Bilder. Wenn du die Aufmerksamkeit potenzieller Hörer erregen willst, kann das Bild eines Gesichts – zusammen mit den richtigen Farben und Schriftarten – dabei helfen, dass dein Cover auffällt. Gesichter vermitteln zudem Ausdrücke, welche sich auf die Stimmung oder Gefühle des Betrachters auswirken können. Dies kann dabei helfen, die Gefühle aufzugreifen, die deine Musik bei den Hörern auslösen soll.

Wichtiger rechtlicher Hinweis: Wenn du dich dazu entscheidest, Fotos oder Kunstwerke für dein Cover zu verwenden, musst du sicherstellen, dass du die Bildrechte hast!

Grafiken, die auf Alben verwendet werden, sollten mit dem Album selbst kommunizieren, daher ist es wichtig, sie wohlüberlegt zu gebrauchen. Eine in Wasserfarben gemalte Landschaft mag vielleicht gut zu einem sanften Instrumentalalbum passen, aber würde sicher für Verwirrung bei einem EDM-Album sorgen. Auf gleiche Weise sollte die Entscheidung, keine Grafiken zu verwenden, sich anfühlen, als wäre sie bewusst getroffen, und nicht den Anschein erwecken, dir wäre einfach nichts eingefallen.

Minimalist album cover for The Alleycats
Minimalistisches Albumcover-Design von Edina.

Minimalismus kann ebenfalls ein Statement auf einem Albumcover-Design sein. Er ermöglicht es, dass der Fokus letztendlich auf der Musik des Albums liegt. Minimalismus ist allerdings ein angesagter Designstil für Alben, daher ist man gut beraten, auf andere Weise herauszustechen – vielleicht entscheidest du dich für ein rein schwarzes Cover, nutzt aber statt einer weißen Schrift ein schillerndes Ombré.

Oben ist zu sehen, wie der Designer Creative Spirit ein altmodisches Mikrofon in ausdrucksstarke Lachsfarbe getaucht und es vor einen minzgrünen Hintergrund gesetzt hat. Obwohl es zweifelsfrei minimalistisch ist, fühlt sich das Cover durch die Farbwahl auffälliger an, während das Design dennoch ausgeglichen und simpel bleibt. Für das Coverdesign auf der rechten Seite hat Designerin Edina mit dem Albumtitel From Scratch gespielt und Kratzspuren zum Mittelpunkt des minimalistischen Covers gemacht.

Der Gesamtstil deines Albumcovers ist eine Kombination aus Farbe, Bildern und Typografie. Diese drei Elemente sollten harmonisch zusammenarbeiten, um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Dein Design sollte zu deiner Identität und Inspiration passen.

Vergiss nicht die Details

Spielbinder album cover
Albumdesign für Michael Shrieve von Creative Spirit ®

Beim Designen deines Albumcovers kann es schnell passieren, dass du dich im Design verlierst – denn es kann wirklich Spaß machen! Aber denke an die wesentlichen Dinge eines Albums, die du einbeziehen musst.

1. Name der Band und des Albums

Der Bandname oder Albumtitel muss nicht auf der Vorderseite zu sehen sein, auf dem Rücken jedoch auf jeden Fall. Manchmal ist der Album- oder Bandname das primäre Designelement des Covers und in diesem Fall muss der Name herausstechen. Ein Grund, weshalb es derzeit Trend ist, Namen nicht auf dem Coverdesign zu haben, ist, weil die Leute heutzutage häufig Streamingdienste nutzen, bei denen der Name des Künstlers, Titels und Albums neben dem Thumbnail des Covers aufgelistet ist. Wenn Grafiken also wichtig sind, kannst du Namen weglassen und so Platz für das Design schaffen. Dies ist eine tolle Option für rein digitale Albumveröffentlichungen.

2. Titelliste

Spielbinder album cover from all sides
Dieses Design für Michael Shrieve von Creative Spirit hat alles, was ein Album braucht, und nicht nur ein Cover.

Die Rückseite deines Albums sollte die Titelliste des Albums enthalten. Auch wenn die Typografie an dieser Stelle anders sein kann als auf der Vorderseite, sollte sie dennoch stilistisch passen und gleichzeitig gut zu lesen sein.

3. Lizenzierung und rechtliche Hinweise

Achte darauf, dass auf der Rückseite oder auf der Innenseite Platz für alle Informationen bezüglich Lizenzierung ist.

4. Easy on the Internet

Widerstehe dem Impuls, die Namen deiner Social Media Accounts auf dein Albumcover zu drucken. Während Twitter, Instagram und Facebook heutzutage regelmäßig genutzt werden, weiß niemand, welcher Trend in 5, 10 oder sogar 20 Jahren vorherrschend sein wird. Dein Social Media Account wird dein Album automatisch einer bestimmten Zeit zuschreiben. Wenn du die Webadresse deiner Band beifügen möchtest, kannst du dies auf der Rückseite oder im Covertext.

5. Covertext

Auch wenn sie genau genommen nicht Teil des Albumcovers ist, sollte die Innenseite passend zum Cover designt werde. Sie sollte sich anfühlen wie eine Ergänzung des Designs. Du solltest ähnliche Schriftarten für Songtexte und Bandinformationen nutzen und ein Farbschema wählen, das zum gesamten Design passt.

Denke groß… und klein.

Sunflares album cover
Dieses Cover von Maria Stoian ist als Thumbnail gut erkennbar und sieht auch in größerem Format hervorragend aus.

Im Jahr 2019 ein Albumcover zu designen ist nicht dasselbe wie 1977. Du musst über mehrere Formate nachdenken, wenn es um dein Design geht. Wenn du zum Beispiel auf Vinyl veröffentlichst, musst du dir überlegen, wie dein Design in dieser Größe aussehen wird, aber auch, wie es in CD-Größe aussieht. Du musst dir auch überlegen, wie das Cover als Thumbnail aussehen wird, da die Leute es sehr wahrscheinlich auf iTunes, Spotify, Pandora und anderen Plattformen sehen werden. Das Bild sollte nicht so klein sein, dass der Betrachter die Augen zusammenkneifen muss oder es Verwirrung stiftet.

Den richtigen Designer finden

Nachdem du über die Identität deiner Band und alle notwendigen Stilelemente für dein Album nachgedacht hast, bist du bereit, einen Designer zu engagieren! Auch wenn du vielleicht ungern jemand anderen an dein Albumcover lassen möchtest, ist ein professioneller Designer nicht nur äußerst bewandert und erfahren mit Illustration und Grafiken, sondern wird auch dafür sorgen, dass deine Ideen auf bestmögliche Art zum Leben erweckt werden. Sie wissen, was möglich ist, was am besten aussehen wird, und sie sind effizient und wirkungsvoll. Auch wenn DIY seine Daseinsberechtigung hat – beispielsweise ein handgemachtes Valentinsgeschenk – wirst du garantiert das beste Produkt erhalten, wenn du in ein gut designtes Albumcover investierst.

Stargroves album cover
Professionelles Albumcover-Design von Top Level Designer Asael Varas .

Kommunikation ist das Wichtigste für dich und deinen Designer, daher musst du dafür sorgen, dass du ihm genau sagst, was du brauchst. Wenn du einem professionellen Designer sagst, was du benötigst, wird er es für dich umsetzen können.

Woran du einen schlechten Designer erkennst? Dein Designer scheint mehr an seinem Kunstwerk als an deiner Vision interessiert zu sein. Auch wenn es hilfreich ist, künstlerisches Feedback zu deinen Ideen zu bekommen, ist es wichtig, dass dein Projekt nicht vom inhaltlichen Kern deiner Musik abweicht. Stattdessen solltet ihr zusammenarbeiten, um ein Produkt zu kreieren, mit dem du glücklich bist.

Originalität ist wichtig. Du teilst deine Inspirationen mit deinem Designer, aber du willst auch herausstechen. Also sei offen für Vorschläge und sorge dafür, das dein Designer sich inspirieren lassen kann und gleichzeitig etwas Neues und Frisches kreiert.

Ein Designwettbewerb ist ein guter Weg, ein Design zu erhalten, mit dem du dich wohlfühlst. Er wird dir unterschiedliche Optionen und Feedback dazu geben, was für dich funktioniert.

Was kommt als Nächstes?

Sobald du dein Albumcover-Design fertig hast, ist dein Album bereit, deine Fans zum Staunen zu bringen und neue Hörer anzulocken. Egal ob du es nur digital veröffentlichst oder ein Vinyl-Album herausbringst, dein Albumcover kann dir helfen, die Menge für dich zu gewinnen. Zeit zu rocken!

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